
Millionen für Sicherheit und Drogenhilfe am Bahnhof
Die Stadt Düsseldorf investiert über drei Millionen Euro in die Sicherheit am Hauptbahnhof und in die Drogenhilfe. Die Opposition kritisiert die Summe jedoch als unzureichend.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 04:52
Fokus auf Sicherheit und Drogenhilfe am Bahnhof
Wie kann den Menschen, die in Düsseldorf offen Drogen und Alkohol konsumieren geholfen werden? Und wie können sich Menschen sicherer fühlen, die das aus nächster Nähe mitbekommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Stadt nach eigenen Angaben in diesem Jahr noch intensiver. CDU und GRÜNE haben für das SiBU-Projekt - also Sicherheit im Bahnhofsumfeld - und die Maßnahmen zur Drogenhilfe mehr als drei Millionen Euro in den städtischen Haushalt eingestellt. Für SPD/Volt-Fraktionschefin Sabrina Proschmann ist das allerdings nicht genug:
Situation an der Zentralbibliothek im Fokus
Proschmann hätte es der Situation angemessener gefunden, von vornerein mehr Geld für die Drogenhilfe rund um den Hauptbahnhof im Haushalt festzuschreiben. Sie hat im AD-Interview von einem "nicht akzeptablen" Zustand gesprochen - und meint damit vor allem die Szene vor der Zentralbibliothek. Gerade weil an diesem Ort auch viele Kinder seien, müsse die Stadt den Anspruch haben, daran etwas zu ändern. Sie hätte dem SiBU-Projekt, das für Sicherheit im Bahnhofsumfeld sorgen soll, von vornerein mehr Geld gegeben. GRÜNEN-Fraktionssprecherin Mirja Cordes hält den Vorwurf für unbegründet:
Züricher Modell in Planung
Mit der "Weiterentwicklung" ist eine Abwandlung des sogenannten Züricher Modells gemeint. Der Plan sieht unter anderem mehrere Drogenhilfe-Einrichtungen in zentraler Lage in Bahnhofsnähe vor. Das soll die Drogenszene aus dem öffentlichen Raum in betreute Einrichtungen verlagern.