
Anwohner-Kritik: Streit um Drogenhilfe in Oberbilk
In Oberbilk sorgt das geplante Drogenhilfezentrum an der Eisenstraße weiter für Streit. Während Anwohner protestieren, entscheidet die Stadt heute über den künftigen Träger.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.06.2026 03:38
Das geplante Drogenhilfezentrum in Oberbilk sorgt weiterhin für Diskussionen. Die Stadt beabsichtigt, in einem ihrer Gebäude auf der Eisenstraße eine Einrichtung für schwer drogenkranke Menschen unterzubringen. Eine Bürgerinitiative erneuert dazu am heutigen Tag (30. Juni 2026) ihre Kritik an dem Vorhaben.
Kritikpunkte der Bürgerinitiative
Die Anwohner werfen der Stadt vor, keine Alternativen zum Standort an der Eisenstraße geprüft zu haben. Aus Sicht der Initiative ist der Ort ungeeignet, da er sich in unmittelbarer Nähe zu Schulen und Kindertagesstätten befindet. Unter anderem grenzt das Lessing-Gymnasium direkt an das betroffene Gebäude. Die Initiative fordert daher, die aktuellen Pläne aufzugeben und einen anderen Standort im Stadtgebiet zu suchen.
Entscheidung über das erste Betriebsmodul
Ungeachtet der Proteste treibt die Stadtverwaltung ihre Pläne weiter voran. Am heutigen Dienstag soll der Gesundheitsausschuss über den Träger des ersten Betriebsmoduls entscheiden.
Die aktuellen Planungen sehen vor:
- Der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) soll den Tagesaufenthalt übernehmen.
- Dieses Modul bildet den ersten Teil des künftigen Zentrums.
- Ein genauer Termin für die Inbetriebnahme steht aktuell noch nicht fest.