
Drogenhilfezentrum an der Eisenstraße verzögert sich
Das neue Drogenhilfezentrum an der Eisenstraße soll helfen und das Bahnhofsumfeld sicherer machen. Doch der Start verzögert sich.
Veröffentlicht: Montag, 08.06.2026 02:55
Wann kommt das Drogenhilfezentrum an der Eisenstraße? Diese Frage beschäftigt viele Menschen in Oberbilk. Die Stadt hatte ursprünglich gesagt, dass die Einrichtung bis zum Sommer in Betrieb genommen werden soll. Danach sieht es jetzt aber nicht mehr aus.
Klar ist jedoch: Zuallererst kommt der Sichtschutz, den auch viele Anwohnende gefordert hatten, sagt Dezernentin Miriam Koch:
Weitere geplante Schritte
Im Gebäude soll dann zunächst eine Tagesstätte eingerichtet werden. Weitere Module wie eine Beratungsstelle sollen folgen. Für den geplanten Drogenkonsumraum habe man bereits einen Antrag gestellt.
Neues Hilfenetzwerk
Das neue Drogenhilfezentrum an der Eisenstraße soll Teil eines erweiterten Hilfenetzwerks mit mehreren Anlaufstellen in Bahnhofsnähe werden.
Das Konzept: In der Einrichtung soll es Beratungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für drogenabhängige Menschen und auch einen Konsumraum geben. Das Besondere: Innerhalb des Gebäudes soll der Handel mit kleinsten Mengen Crack erlaubt werden. Das ist bislang allerdings noch nicht legal:
Stadt wartet auf Antwort der Ministerien
Um diese Lösung zu finden, hat Düsseldorf jetzt gemeinsam mit Köln die Ministerien für Gesundheit, Justiz und Inneres angeschrieben. Denn den Mikrohandel zu erlauben, sei entscheidend für den Erfolg der Einrichtung, so Koch weiter. Das Konzept basiert auf den Erfahrungen der Stadt Zürich mit dem sogenannten Züricher Modell.