
Rheinufertunnel gesperrt: Das müsst ihr jetzt wissen
Der Rheinufertunnel in Düsseldorf wird für rund zehn Wochen gesperrt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos zu Bauarbeiten, Umleitungen und Gründen.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2026 10:13
Der Rheinufertunnel in Düsseldorf wird für rund zehn Wochen gesperrt. Grund sind Arbeiten an der Sicherheitstechnik und weitere Wartungsarbeiten. Weil der Tunnel eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen der Stadt ist und täglich von rund 45.000 Fahrzeugen genutzt wird, dürften viele Menschen von der Sperrung betroffen sein. Damit ihr schnell alle wichtigen Infos findet, haben wir euch die Punkte kompakt zusammengefasst.
Warum der Rheinufertunnel gesperrt wird
Im Tunnel werden die Axialventilatoren erneuert. Hintergrund ist eine Aktualisierung des Sicherheitskonzepts für den Brandfall bei einem Stau im Tunnel. Dabei müssen die Luftmengen angepasst werden, die im Ernstfall abgesaugt werden.
Der technische Aufwand ist groß: Jeder der beiden Ventilatoren ist etwa 5,5 Meter hoch und wiegt rund sechs Tonnen. Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von rund 4,5 Millionen Euro.
Zusätzlich nutzt die Stadt die Sperrung für weitere Arbeiten:
- reguläre Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten
- Arbeiten an der Betriebstechnik
- weiterer Einbau von LED-Beleuchtung, um CO₂ zu sparen
Wie lange dauert die Sperrung?
Einschließlich der vorbereitenden Arbeiten ist eine rund zehnwöchige Bauphase geplant. Ein Teil der Sperrzeit fällt bewusst in die verkehrsärmeren Osterferien - also in den Zeitraum von Montag, 30. März, bis Sonntag, 12. April. Die Baustelleneinrichtung soll bis zum Start des Düsseldorfer Marathons am Sonntag, 26. April, weitgehend zurückgebaut werden. So sollen zusätzliche Einschränkungen rund um die Rheinuferpromenade möglichst gering bleiben.
Diese Umleitungen und Alternativrouten sind vorgesehen
Während der Sperrung setzt die Stadt auf sogenannte Alternativroutenstrategien. Dabei werden unter anderem Ampelschaltungen angepasst, damit der Verkehr auf den Ausweichstrecken besser fließt. Außerdem wird auf städtischen LED-Tafeln auf die Sperrung und empfohlene Routen hingewiesen.
Wichtige Alternativrouten:
- über Fischerstraße, Kaiserstraße, Berliner Allee und Corneliusstraße
- über Merowingerstraße und Friedrichstraße
- über den Lastring
Nord-Süd-Umleitung:
- aus nördlicher Richtung über Danziger Straße, Heinrich-Erhardt-Straße und den Lastring
- aus südlicher Richtung über Südring und Lastring
Für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen:
- ausgeschilderter Umleitungsring über die Theodor-Heuss-Brücke und den Rheinalleetunnel
Die Stadt weist aber darauf hin, dass diese Routen nicht für jede Strecke die beste Lösung sein müssen. Deshalb wird sich ein Teil des Verkehrs voraussichtlich auch auf andere Straßen im Stadtgebiet verteilen.
So will die Stadt den Verkehr stabil halten
Die Stadt begleitet das Projekt nach eigenen Angaben engmaschig mit Verkehrsdaten und will bei Bedarf nachsteuern - zum Beispiel mit zusätzlichen Wegweisungen oder weiteren Maßnahmen zur Stabilisierung des Verkehrsflusses. Das Verkehrskonzept wird mit Feuerwehr, Polizei, Rheinbahn und weiteren Fachämtern abgestimmt. Außerdem werden alle Sperrungen an die Mobilithek als nationalen Zugangspunkt für Mobilitätsdaten gemeldet. Damit stehen sie auch Navigationsdiensten zur Verfügung.
Die wichtigsten Infos im Schnellüberblick
- Sperrung: rund 10 Wochen
- Grund: neue Ventilatoren und Sicherheitsanpassungen im Brandfall
- Kosten: rund 4,5 Millionen Euro
- Betroffen: täglich rund 45.000 Fahrzeuge
- Zusätzliche Arbeiten: Wartung, Betriebstechnik, LED-Beleuchtung
- Wichtige Umleitungen: Lastring, Friedrichstraße, Berliner Allee, Theodor-Heuss-Brücke
- Osterferien: Teil der Sperrung liegt in den verkehrsärmeren Ferien
- Navigation: Sperrungen werden an Mobilitätsdienste übermittelt
