
Rheinbahn: KI überwacht ab heute U-Bahnhof Heine-Allee
Ab heute unterstützt KI die Sicherheit bei der Rheinbahn. Am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee erkennt eine Software Gefahren wie Stürze ins Gleisbett jetzt vollautomatisch.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2026 03:27
Bei der Rheinbahn unterstützt ab dem heutigen Mittwoch (1. Juli 2026) künstliche Intelligenz (KI) bei der Überwachung der Fahrgäste. Am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee startet dazu ein neues Pilotprojekt zur Erhöhung der Sicherheit auf den Bahnsteigen.
Automatisierte Gefahrenerkennung
Im Rahmen des Tests wertet eine spezialisierte Software die Live-Bilder von insgesamt zehn Überwachungskameras aus. Die KI ist darauf trainiert, spezifische Gefahrensituationen sofort zu identifizieren. Dazu gehören unter anderem:
- Personen, die in das Gleisbett fallen
- Körperliche Auseinandersetzungen oder Schlägereien
Sobald das System eine solche Situation erkennt, geht künftig vollautomatisch ein Alarm in der Leitstelle ein. Ziel ist es, dass Einsatzkräfte schneller eingreifen können, um Unfälle oder Eskalationen zu verhindern.
Datenschutz und Testzeitraum
Hinsichtlich des Datenschutzes betont die Rheinbahn, dass die Bilder von der Software lediglich in Echtzeit analysiert werden. Eine dauerhafte Speicherung erfolgt nicht; die Aufnahmen werden routinemäßig spätestens nach 72 Stunden gelöscht. Das Pilotprojekt am zentralen Umsteigepunkt Heinrich-Heine-Allee ist zunächst auf eine Dauer von einem halben Jahr ausgelegt. Danach soll ausgewertet werden, ob das System dauerhaft und eventuell an weiteren Stationen zum Einsatz kommt.