
Prozess: Mann soll Frau und Baby getötet haben
Am Düsseldorfer Landgericht beginnt heute (27. April 2026) der Prozess gegen einen Mann, der seine Familie getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Psychose aus.
Veröffentlicht: Montag, 27.04.2026 04:57
Die Anklage
Am Düsseldorfer Landgericht beginnt heute (27. April 2026) der Prozess gegen einen44-jährigen Mann. Er muss sich für das Tötungsdelikt an seiner Ehefrau und seinem erst zwei Monate alten Baby verantworten. Die Tat ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen Ende November vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung der Familie. Laut Anklage soll der Mann seine Angehörigen mit einem Küchenbeil angegriffen haben. Beide Opfer starben noch am Tatort an ihren schweren Verletzungen.
Hintergründe der Tat und Suizidversuch
Nach der Tat soll der Angeklagte versucht haben, sich selbst mit einem Messer das Leben zu nehmen. Er überlebte den Suizidversuch jedoch schwer verletzt und musste in einer Notoperation gerettet werden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben Hinweise auf eine schwere psychische Erkrankung des Mannes. Da er bereits kurz nach der Tat einen verwirrten Eindruck machte, wurde er psychiatrisch untersucht. Dabei attestierten ihm Experten eine akute Psychose zum Tatzeitpunkt.
Besonderheiten des Sicherungsverfahrens
Aufgrund der diagnostizierten Psychose findet kein normaler Strafprozess statt. Stattdessen hat das Gericht ein sogenanntes Sicherungsverfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 44-Jährige aufgrund seiner Erkrankung schuldunfähig sein könnte. Ziel des Verfahrens ist daher nicht eine herkömmliche Gefängnisstrafe, sondern die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung, um weitere Gefahren für die Allgemeinheit auszuschließen.