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Kraniche fliegen in einer breiten Formation über Düsseldorf. Der Himmel ist blau.
© Antenne Düsseldorf
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Kranichzug über Düsseldorf: Naturwunder am Himmel

Die Kraniche verzaubern Düsseldorf. Alljährlich im Oktober und November können Naturfreunde in Düsseldorf und vielen anderen Orten Deutschlands das großartige Schauspiel ziehender Kraniche am Himmel beobachten. Diese majestätischen Vögel legen auf ihrem Weg in die Winterquartiere beeindruckende Strecken zurück und bieten dabei ein faszinierendes Naturschauspiel.

Veröffentlicht: Samstag, 26.10.2024 16:19

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Die größten Kranich-Rastplätze Europas

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Einer der größten Kranich-Rastplätze Europas befindet sich bei Linum in Brandenburg. Weitere bedeutende Sammelplätze vor dem gemeinsamen Flug ins Winterquartier liegen in der Rügen-Bock-Region am vorpommerschen Bodden, an der unteren Oder, an der Mecklenburgischen Seenplatte, im Rhinluch und im Havelländischem Luch sowie seit einigen Jahren auch in der Oberlausitz. Unsere Primärquelle für diese Seite ist der NABU.


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Der Flug der Kraniche

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Bei günstiger Witterung brechen die Kranichschwärme von ihren Sammelplätzen in den frühen Morgenstunden auf. Die Schwärme fliegen zum Beispiel auch über das östliche Ruhrgebiet, sowie Düsseldorf, Leverkusen und Solingen. An Tagen mit günstiger Witterung zögen in kurzer Zeit bis zu 50.000 und mehr Vögel auch über Nordrhein-Westfalen hinweg, meldet der NABU in NRW. Beim Weiterflug mit rund 80 Stundenkilometern erreichen die Vögel über Frankreich und fliegen weiter nach Südwesten.

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Kraniche über Düsseldorf

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Aktuell (Ende Oktober) ziehen die Vogelschwärme auch über Düsseldorf, und viele Menschen aus unserer Stadt teilen ihre Freude und Beobachtungen mit Antenne Düsseldorf. Die Begeisterung und Faszination für dieses Naturschauspiel ist in der ganzen Stadt spürbar. Es ist ein besonderes Erlebnis, die Kraniche in ihrer charakteristischen V-Formation am Himmel zu sehen und ihren trompetenartigen Rufen zu lauschen.

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Geführte Kranich-Exkursionen

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Für diejenigen, die dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe erleben möchten, gibt es zahlreiche geführte Exkursionen. Hier eine Übersicht der Anbieter:

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Mecklenburg-Vorpommern

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  • Nationalpark Boddenlandschaft: Führungen zu Nahrungsflächen und Beobachtung der Schlafplätze an den Werder-Inseln am Zingster Bodden. Anbieter: NABU-Kranichzentrum.
  • Schiffstouren zum Rastplatz Pramort an der Ostspitze der Halbinsel Zingst. Anbieter: Reederei Zingst.
  • Schiffstouren ab Zingst und Barth mit den Zielen Sundische Wiese und Pramort, Insel Kirr und Oie sowie Prerowstrom und Bülten. Anbieter: Reederei Poschke.
  • Schiffstouren ab Prerow und Born zu Großem Kirr und Pramort. Anbieter: Reederei Rasche.
  • Schiffstouren im Jasmunder Bodden im Norden Rügens, ab Breege. Anbieter: Reederei Kipp.
  • Müritz-Nationalpark: Schiffstouren ab Waren zur Halbinsel „Großer Schwerin“. Anbieter: Blau-weiße Flotte.
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Brandenburg

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  • Nationalpark Unteres Odertal: Ranger-Touren ab Gartz entlang der Oder. Anbieter: Naturwacht der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg.
  • Rhin- und Havelluch: Führungen zu den Äsungsflächen im Luch sowie zum Schlafplatzeinflug an den Linumer Teichen. Anbieter: Storchenschmiede Linum und Entdeckungshungrig.
  • Niederlausitz: Kranich- und Gänse-Führungen mit Naturparkrangern zum Aussichtsturm am Borcheltsee bei Luckau. Anbieter: Naturwacht der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg.
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Thüringen

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  • Stausee Kelbra: Kranichwanderungen entlang der Talsperre. Anbieter: Naturpark Kyffhäuser.
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Niedersachsen

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  • Teufelsmoor nördlich von Bremen: Exkursionen Breddorfer Niederung und Schlafplatzeinflug Günnemoor. Anbieter: Biologische Station Osterholz.
  • Diepholzer Moorniederung: Entdeckungstouren Neustädter Moor. Anbieter: Europäisches Fachzentrum Moor und Klima „Moorwelten“ und Naturpark Dümmer
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Die Flugformation der Kraniche

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Im Flug bilden Kraniche eine V-förmige Formation mit kräftigen, erfahrenen Tieren an der Spitze. Es folgen Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren. Bei konstanten Flugbedingungen könnten die Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Sie legen aber oft eine Pause ein und manches Mal hält sie schlechtes Wetter und Nebel tagelang am Boden.

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Der westeuropäische Zugweg

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Den westeuropäischen Zugweg nutzen Kraniche aus Mitteleuropa, Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, aus Finnland und Weißrussland. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Frankreich, Spanien und zu einem geringen Teil in Nordafrika. Auf der westeuropäischen Zugroute überwintern heute rund 250.000 Kraniche in Spanien, 130.000 in Frankreich sowie jeweils wenige tausend Vögel in Portugal und Nordwestafrika. Zudem bleiben mehrere Tausend Kraniche in Deutschland.

Hauptüberwinterungsregion ist zur Zeit mit etwa 130.000 Kranichen die Extremadura in Westspanien. Dort suchen die Vögel in den „Dehesas“, den lichten mediterranen Eichenwäldern, nach den Früchten der Stein- und Korkeichen.

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Kranich-Informationszentrum des NABU

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Das Kranich-Informationszentrum des NABU sammelt bundesweit Angaben über den Kranichzug. Von großem Interesse sind auch rastende Kraniche und andere besondere Vorkommnisse. Außerdem freuen sich die Kranichforscher besonders über Informationen zu beobachteten beringten Kranichen. Die Ringablesung erfolgt von oben nach unten. Auf dem linken Bein findet sich die Landeskennung, auf dem rechten Bein eine Individualkennung.

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Weitere Infos und Links zum Thema:

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