Anzeige
Bausteinspielzeug und unscharf spielende Kinder im Hintergrund in einer Kindertagesstätte, einem Kindergarten oder einer Vorschule
© Firn - stock.adobe.com
Teilen: mail

Jugendamt Düsseldorf: Mehr Inobhutnahmen bei Gewalt

Das Jugendamt Düsseldorf hat im letzten Jahr 696 Kinder in Obhut genommen. Das meldet IT.NRW. Während die Gesamtzahl sank, nehmen Fälle von Gewalt und Wohnungsproblemen dramatisch zu.

Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2026 03:39

Anzeige

Das Düsseldorfer Jugendamt hat im vergangenen Jahr insgesamt weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als im Vorjahr. Wie neue Daten von IT.NRW zeigen, wurden im Stadtgebiet insgesamt 696 Fälle registriert. Trotz des Rückgangs bei der Gesamtzahl bewerten Experten die Entwicklung nicht als positives Signal für den Kinderschutz. Ein wesentlicher Grund für das Sinken der Statistik ist nämlich der Rückgang bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten. Während 2023 noch 364 Kinder ohne Eltern aus dem Ausland nach Düsseldorf kamen, waren es im Jahr 2025 nur noch 193. Reguläre Inobhutnahmen sind hingegen deutlich gestiegen.

Anzeige

Reguläre Inobhutnahmen nehmen zu

Anzeige

Die Zahl der Fälle, in denen Anzeichen für psychische Misshandlung vorlagen, hat sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt: von 27 Fällen im Jahr 2023 auf 54 Fälle im Jahr 2025. Noch drastischer ist der Anstieg bei Verdachtsmomenten für sexuelle Gewalt. Hier kletterten die Zahlen von lediglich zwei Fällen im Jahr 2023 auf insgesamt 15 Inobhutnahmen im vergangenen Jahr. Ein weiterer Faktor für das Eingreifen des Jugendamtes ist die prekäre Wohnsituation vieler Familien. Die Inobhutnahmen aufgrund von Wohnungsproblemen haben sich in Düsseldorf fast verdreifacht. Waren es 2023 noch 20 Fälle, mussten im letzten Jahr 58 Kinder deshalb vorübergehend anderweitig untergebracht werden. Auch Suchtprobleme spielen in der Statistik eine Rolle: Hier wurden im Jahr 2025 insgesamt 15 Fälle verzeichnet, nach 26 Fällen im Jahr 2023.

Anzeige

NRW-weite Zahlen

Anzeige

NRW-weit waren es mehr als 14.000. Auffällig: Mädchen waren 12 Prozent häufiger betroffen als im Vorjahr, Jungen dagegen 10 Prozent seltener.

Anzeige

Weitere Infos und Links zum Thema

Anzeige
Anzeige

Folge uns für mehr News & Updates:

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige