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Menschenmenge mit Demo-Plakaten zum Thema Psychotherapie
© Antenne Düsseldorf
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Demo gegen Kürzungen bei Psychotherapie

In Düsseldorf wird heute gegen Honorarkürzungen in der Psychotherapie demonstriert. Das Bündnis warnt vor Praxisschließungen und noch längeren Wartezeiten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.2026 03:48

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In Düsseldorf wird heute gegen Honorarkürzungen in der Psychotherapie demonstriert. Der Protestzug beginnt um 13 Uhr am Martin-Luther-Platz und führt über das CDU-Landesverbandshaus bis zum Landtag. Dort ist ab 15 Uhr eine Kundgebung geplant. Hintergrund sind beschlossene Kürzungen bei der Vergütung für ambulante psychotherapeutische Behandlungen. Im März hatte der Erweiterte Bewertungsausschuss entschieden, die Vergütung für ambulante Psychotherapie um 4,5 Prozent zu senken. Das Aktionsbündnis Psychotherapie kritisiert die Entscheidung scharf. Nach Angaben des Bündnisses sollen dadurch rund 167 Millionen Euro eingespart werden. Das entspreche nur 0,05 Prozent der gesamten Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Gleichzeitig verursachten psychische Erkrankungen jährlich rund 147 Milliarden Euro Folgekosten.

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Kritik an Honorarkürzung in der Psychotherapie

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Nach Einschätzung des Aktionsbündnisses ist die Honorarkürzung kein sinnvoller Schritt. Schon jetzt warten Patientinnen und Patienten im Schnitt fast fünf Monate auf einen Therapieplatz. Die Kürzungen könnten die Lage weiter verschärfen, weil es bereits an Nachwuchs in der Psychotherapie fehle.

Der zuständige Bewertungsausschuss überprüft die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen jährlich und vergleicht sie mit anderen medizinischen Leistungen. Nach Einschätzung des Gremiums ist die Vergütung in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen. Dieser Bewertung widersprechen sowohl die Psychotherapeutenkammer NRW als auch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein deutlich.

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Warnung vor Praxisschließungen und längeren Wartezeiten

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Zusätzlich zu den Honorarkürzungen stehen nach Angaben des Aktionsbündnisses weitere Einschnitte im Raum. Genannt werden unter anderem digitale Angebote statt Therapie, eine zentrale Zuweisung von Patientinnen und Patienten sowie ein Budgetdeckel. Das Bündnis warnt deshalb vor Praxisschließungen und weiter steigenden Wartezeiten in der ambulanten Psychotherapie.

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