
Psychotherapeuten protestieren gegen Honorarkürzung
In Düsseldorf protestieren heute (19. März 2026) rund 250 Menschen gegen geplante Honorarkürzungen für Psychotherapeuten. Die Kammer warnt vor Folgen für die Versorgung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.03.2026 04:11
Die Psychotherapeutenkammer NRW in Düsseldorf kritisiert die geplante Honorarkürzung für Psychotherapeuten scharf. Sie spricht von einem fatalen Signal für die psychotherapeutische Versorgung. Deshalb demonstrieren heute ab 11 Uhr rund 250 Menschen vor dem Landtag in Düsseldorf.
Kritik an Honorarkürzung für Psychotherapeuten
Hintergrund ist ein Beschluss des zuständigen Bewertungsausschusses aus der vergangenen Woche. Demnach sollen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit eigener Praxis bundesweit ab April 4,5 Prozent weniger Honorar bekommen. Der Ausschuss überprüft jedes Jahr die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen und vergleicht sie mit anderen medizinischen Leistungen. Nach Einschätzung des Gremiums ist die Vergütung in den vergangenen Jahren unverhältnismäßig stark gestiegen. Genau dieser Bewertung widersprechen die Psychotherapeutenkammer NRW und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein deutlich.
Demo in Düsseldorf vor dem Landtag
Mit der Demonstration in Düsseldorf wollen die Beteiligten ein Zeichen gegen die geplanten Kürzungen setzen. Nach Angaben der Psychotherapeutenkammer NRW ist die geplante Honorarkürzung das falsche Signal für Praxen und Patientinnen und Patienten. Die Kammer und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein werfen den Krankenkassen vor, an der falschen Stelle zu sparen. Aus ihrer Sicht könnte das Auswirkungen auf die psychotherapeutische Versorgung haben.
Warum die Kammer Alarm schlägt
Die Kritik richtet sich vor allem gegen den Zeitpunkt und die mögliche Wirkung der Kürzung. Gerade in einem sensiblen Bereich wie der Psychotherapie sei eine verlässliche Vergütung aus Sicht der Kammer wichtig. Mit ihrem Protest vor dem Landtag machen die Demonstrierenden deshalb auf die geplanten Einschnitte aufmerksam. Sie fordern, dass bei der psychotherapeutischen Versorgung nicht gespart wird.