
Ärztekammer Nordrhein fordert strengere Cannabis-Regeln
Ärztekammer Nordrhein warnt vor Online-Rezepten für Cannabis und fordert strengere Regeln. Nur nach persönlichem Arztgespräch soll ein Rezept ausgestellt werden.
Veröffentlicht: Dienstag, 17.03.2026 09:36
Die Ärztekammer Nordrhein fordert strengere Regeln für medizinisches Cannabis. Bei ihrer Kammerversammlung in Düsseldorf warnte sie vor online ausgestellten Rezepten - diese seien ein wesentlicher Grund für den starken Anstieg bei Cannabis-Importen. Die Kammer unterstützt einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung.
Online-Rezepte treiben Cannabis-Importe in die Höhe
Online ausgestellte Rezepte für medizinisches Cannabis sind nach Ansicht der Ärztekammer Nordrhein ein zentraler Treiber für den starken Anstieg bei Cannabis-Importen. Die Kammer unterstützt daher einen Gesetzentwurf der Bundesregierung, wonach medizinisches Cannabis künftig nur noch nach einem persönlichen Gespräch mit einem Arzt verschrieben werden soll. So könne besser über Neben- und Wechselwirkungen aufgeklärt werden.
Persönliches Arztgespräch soll Pflicht werden
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass ein Cannabis-Rezept nur noch nach einem persönlichen Arztgespräch ausgestellt werden darf. Die Ärztekammer Nordrhein begrüßt diese Regelung ausdrücklich: Durch das direkte Gespräch mit einem Arzt könnten Patientinnen und Patienten gezielt über Neben- und Wechselwirkungen informiert werden - ein wichtiger Schritt für eine sichere Versorgung mit medizinischem Cannabis.
Mehr Forschung: Missbrauch eingrenzen, Zugang erhalten
Zusätzlich spricht sich die Ärztekammer Nordrhein für weitere Forschungen rund um medizinisches Cannabis aus. Damit soll der Missbrauch eingegrenzt werden können, ohne Patientinnen und Patienten den Zugang zu erschweren, heißt es in einer Mitteilung der Kammer. Strengere Regeln und mehr Forschung sollen dabei Hand in Hand gehen.