Rückspiegel, Auto

Verkehrsversuch mit selbstfahrenden Autos startet

Wie kann der Verkehr mit Hilfe von Technologien und Informationssystemen flüssiger und sicherer werden? Diese Frage soll ab September hier bei uns in der Stadt bei einem Verkehrsversuch geklärt werden. Heute haben dafür die ersten technischen Vorbereitungen begonnen. Dabei werden unter anderem spezielle Funkmodule aufgehängt, die Informationen zum Verkehr sammeln – und direkt an Autos oder Busse weitergeben. So sollen die Fahrer zum Beispiel schon vorher über Unfälle oder Sperrungen auf der Strecke informiert werden. Außerdem wird eine Technologie getestet, die Ampeln und Fahrer vernetzt – und darüber informiert, wie lange es bis zur nächsten Rotphase dauert.

HIER informiert die Stadt bei YouTube über das Projekt:

Ab Juli werden erste Testfahrten auf der Teststrecke aufgenommen. Dann werden sich Autos, Busse, Ampeln und Informationsbeschilderung auf den Straßen der Landeshauptstadt Düsseldorf und den umgebenden Autobahnen über die aktuelle Verkehrssituation informieren und vor Gefahren warnen, die für den Fahrer noch nicht sichtbar sind. Autos wissen zukünftig quasi in Echtzeit, wenn auf der Route plötzlich ein Stau entsteht, eine Strecken- oder Tunnelsperrung vorliegt. Die Verkehrszentralen von Straßen.NRW und der Stadt Düsseldorf reagieren auf diese Störfälle mit Umleitungsempfehlungen. Die offizielle Inbetriebnahme der Teststrecke ist für Ende September geplant.

Das ist die komplette Teststrecke:

Teststrecke für automatisiertes Fahren in Düsseldorf (c)Projektpartner KoMoD

Teststrecke für automatisiertes Fahren in Düsseldorf (c)Projektpartner KoMoD

Auf Streckenabschnitten der Autobahnen A57 und A52, am Heerdter Dreieck, im Rheinalleetunnel, auf der Rheinkniebrücke, im Stadtteil Friedrichstadt und am Vodafone-Parkhaus können Szenarien erprobt werden, in denen Autos mit der jeweiligen Verkehrsinfrastruktur kommunizieren.

Diesel-Euro-VI-Bus der Rheinbahn © Landeshauptstadt Düsseldorf

Diesel-Euro-VI-Bus der Rheinbahn © Landeshauptstadt Düsseldorf

Auch die Rheinbahn ist eingebunden: An den städtischen Ampeln werden neue Beschleunigungsverfahren getestet. Die 16 Rheinbahn-Busse, welche mit einer Onboard-Unit ausgestattet sind, können erkennen, wie sie am schnellsten über die Kreuzung fahren können und bekommen dort Vorfahrt.