Tote und Verletzte bei Anschlag in Barcelona

Nur wenige Stunden nach dem Terror-Anschlag in Barcelona hat es in der Nacht (18. August 2017) einen weiteren schweren Zwischenfall in Spanien gegeben. Im Küstenort Cambrils haben Polizisten vier mutmaßliche Attentäter getötet. Ein fünfter Mann ist später im Krankenhaus gestorben. Die Terroristen wollten offenbar auch hier einen Anschlag verüben; möglicherweise auch mit Sprengstoff. Bei der Schießerei mit den Tätern sind auch sechs Zivilisten und ein Polizist verletzt worden. Der Touristenort Cambrils liegt rund 100 Kilometer südlich von Barcelona.

Dort war am späten Donnerstagnachmittag (17. August 2017) auf den Ramblas ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. Hier starben 13 Menschen, mehr als 100 wurden verletzt. Medienberichten zufolge sollen auch drei Deutsche getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bisher nicht. Die Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen, die direkt in Zusammenhang mit dem Anschlag stehen sollen. Ob einer davon der Fahrer ist, ist unklar. Die Terrormiliz IS hat den Anschlag für sich reklamiert. Die katalanische Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.


Wolfgang Benz ist Terrorismusexperte am Institut für Kriminalistik der Steinbeis-Hochschule Berlin:

Warum gerade Barcelona/Spanien: Hat sich da was angedeutet?

Das Muster gab es ja schon häufiger mit Lastwagen, die in Menschenmengen gesteuert werden. Berlin, Nizza, London…Was steckt dahinter?

Müssen wir uns also daran gewöhnen?

Wie kann man sich dagegen schützen? Gibt es da überhaupt eine Möglichkeit?


Weltweit trauern die Menschen und auch viele Staatschefs drücken ihr Mitgefühl aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der spanischen Regierung ihr Beileid übermittelt. Deutschland sei „dem spanischen Volk in dieser schweren Stunde eng verbunden“, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen Merkels auf Twitter.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sprach von einem „feigen Anschlag auf unsere Werte“. US-Präsident Donald Trump sagte, man werde alles tun, was nötig sei, um zu helfen. Von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hieß es: „Wir stehen vereint im Kampf gegen den Terrorismus.“

Der ehemalige US-Präsident Obama teilte auf Twitter sein Mitgefühl. Seine Frau Michelle und er seien in Gedanken bei den Opfern und deren Familien und sendeten „ihren spanischen Freunden eine Umarmung“.

Aus dem Pariser Élyséepalast kamen erneut Bekundungen der Anteilnahme: Die Terrorattacke sei ein „neuer und entsetzlicher Angriff gegen unsere freien Gesellschaften“ gewesen und habe das „Herz eines Ortes voller Leben und Jugend“ getroffen.


Reaktionen gibt es auch von Sportlern und Sportvereinen: 

Lionel Messi:

Neymar: 

https://www.instagram.com/p/BX55Y83DfBB/?taken-by=neymarjr

FC Barcelona:


Hier geht es zum aktuellen Nachrichten-Ticker zu den Vorfällen in Spanien.