Leihfahrräder - nehmen anderen Rädern den (Park-)Platz weg?

Leihräder – Die Situation in Düsseldorf

Leihfahrräder werden immer beliebter in Düsseldorf. Insgesamt 2.300 Fahrräder können wir in unserer Stadt mieten bei vier verschiedenen Anbietern. Ein Lagebericht.

Leihfahrräder waren eine der großen Neuerungen im Stadtbild Düsseldorfs im letzten Jahrzehnt. Die Räder stehen uns unkompliziert zur Verfügung, die Firmen hinter dem Leihgeschäft versprechen uns grenzenlose Mobilität in der Stadt. Das Prinzip: App des Anbieters herunterladen, registrieren und ausleihen. In der Realität stehen dem aber viele Hürden im Weg. Kaputte Fahrräder oder teilweise zu geringe Verfügbarkeit beispielsweise. Die Meinungen der Düsseldorfer rund um Thema Leihfahrrad sind gespalten. Wir haben uns mal bei Euch umgehört.

 

Die 2.300 Leihfahrräder teilen sich auf vier verschiedene Firmen auf. Der Erste war Nextbike mit rund 400 Fahrrädern. Mobike bietet etwa 600 an, FordPass doppelt so viele. Der kleinste Anbieter mit 100 ist Flexbeee mit Sitz am Seestern. Einige von den Anbietern haben auch schon weiter ansteigende Fahrrad-Flotten angekündigt. Denn im Vergleich mit anderen Städten, ist bei uns in Düsseldorf noch viel Luft nach oben. London beispielsweise hat fast genauso viele Leihräder wie Einwohner. Nextbike rechnet mit einem Verhältnis von zehn Anwohnern auf ein Leihrad, um ein flächendeckendes verlässliches Angebot zu ermöglichen.

Daniel Fiene aus der „Sendung mit dem Internet“, unser Fahrrad-Spezialist in der Redaktion, vergleicht die Angebote der verschiedenen Firmen kritisch. Er beginnt mit seiner Einschätzung zu der Firma NextBike.

 

Großes Ärgernis sind Fahrräder, die gedankenlos an ungünstigen Orten abgestellt werden, etwa vor dem Bahnhofseingang, mitten in der Fußgängerzone oder auf dem Gehweg liegend wurden schon Leihräder gefunden. Die Nutzer müssen dann laut der Unternehmen Strafgebühren zahlen. Bisher ist das aber kaum Praxis. Unter Umständen kann bei mehrfachen Verstößen auch das Konto gesperrt werden oder die Ausleihgebühren werden deutlich teurer. Wir mussten für das folgende Bild gar nicht lange suchen.

Für diese Fälle haben alle Anbieter eine Kontaktnummer, bei der das Falschparken gemeldet werden kann. Mitunter fallen dann Strafgebühren oder Punktabzüge für die Nutzer an, die auf längere Sicht Konsequenzen wie die Sperrung des Kontos haben können.