Leben retten am Weltblutspendetag 2018

Heute (14.06.2018) findet der 15. Weltblutspendetag statt. Dieser findet jedes Jahr zu Ehren des Geburtstags von Karl Landsteiner (1868-1943), dem Pionier der Transfusionsmedizin, statt. Blutspendedienste rufen bundesweit zur Blutspende auf und informieren Interessierte zu allen Fragen rund ums Thema.

Auch das Deutsche Rote Kreuz informiert diesen Donnerstag national, regional und lokal über ihre Arbeit sowie der Wichtigkeit und der Notwendigkeit der Blutspende.

Nach schweren Unfällen, größeren Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen sind Blutkonserven und Blutprodukte unverzichtbar. Blut kann nicht künstlich hergestellt werden und somit sind Patienten auf unaufhörliche Spenden angewiesen. Dabei ist jede Blutgruppe (A, B, 0) wichtig. Patienten, die beispielsweise regelmäßig bei einer Krebstherapie oder auch ad-hoc nach Unfällen Spenderblut benötigen, könnten ohne A, B oder 0 nicht mehr versorgt werden. Leben können so durch freiwilliges und regelmäßiges Blutspenden gerettet werden. Deutschland weit sind pro Tag um die 15.000 Menschen auf diese angewiesen.

Dass Blutspenden wichtig und Blut häufiger mal knapp ist, ist allgemein bekannt. 94 Prozent der Deutschen wissen das. Doch nur 3,5 Prozent tun etwas dagegen und gehören zu den aktiven Blutspendern.  Hinzu kommt, dass die deutschen Rotkreuz-Blutspendedienste jährlich etwa 100.000 freiwillige Spender verlieren.

Wir haben mit Stephan David Küpper des Blutspendedienstes DRK West gesprochen und er äußert sich zu möglichen Gründen weshalb die Spenderzahlen in Deutschland so gering sind.

 

 

Düsseldorf ist auf dem richtigen Weg: 2017 gab es 7 Prozent mehr Blutspenden als im Jahr davor. Es konnten 7500 Blutspendewillige in Düsseldorf erreicht werden. 2018 sollen noch mehr Bürger zur Spende motiviert werden.

Dr. med. Johannes Fischer der Direktor des Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika der Uni Klinik hat uns erzählt, dass der Jahresbedarf an Blutkonserven in Düsseldorf bei 50.000 Stück liegt und deutschlandweit bei 3,5 – 3,6 Millionen. Aktuell werden in Düsseldorf und ganz NRW besonders Spenden der Blutgruppe 0 gebraucht.

 

Kampagne des DRK #missingtypeDRK

Zum Weltblutspendetag starten die Rotkreuz-Blutspendedienste in Deutschland mit einer neuen Aufmerksamkeitskampagne: #missintype. Erst wenn`s fehlt, fällt`s auf!  Die Mitmach-Kampagne #missingtype soll mit dem Gedanken an fehlende Blutgruppen in Form fehlender Buchstaben in Texten, Logos oder Bildern dazu beitragen, viele Menschen für die Blutspende zu sensibilisieren und neue Spender zu gewinnen.

Über 100 Partner sind deutschlandweit bei #missingtype dabei und unterstützen den #missingtype-Gedanken. Von E.on, google, Yakult, der Rheinische Sparkassen- und Giroverband, FlixBus oder mymüsli bis hin zu zahlreichen Fußball-Bundesliga- und Sportvereinen wie Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf. So schaltet der BVB beispielsweise die Buchstaben B und O in der Stadionbeleuchtung aus und postet davon ein Bild. Dem EON-Logo an der Essener Hauptverwaltung fehlt das O und Mymüsli hat ein eigenes Müsli kreiert und postet dazu. Google verzichtet auf die Buchstaben O im Logo. Die Mitmach-Varianten bei  #missingtype sind vielfältig und kreativ. Jeder Inhalt, den Kampagnen-Teilnehmer in ihren Medien über die Blutspende veröffentlichen, wird mit dem Hashtag #missingtype markiert.  Die Aufmerksamkeitskampagne läuft mittlerweile sogar auch in anderen Ländern, darunter Thailand, Japan, USA, Frankreich, Belgien, Italien, Südafrika, Kanada oder China. Alle Informationen rund um Blutspenden, die Kampagne und welche Partnerunternehmen dabei sind, stehen auf der Website www.missingtype.de

Stephan David Küpper des Blutspendedienstes DRK West erklärt wie man helfen kann:

 

 

Das Video zur Kampagne:

 

Ihr könnt auch spenden!

Blut spenden kann jeder im Alter beim Deutschen Roten Kreuz von 18 bis 76 Jahren, Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Frauen dürfen vier mal und Männer sechs mal im Jahr spenden. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet. Oder informiert Euch unabhängig davon im Internet unter www.blutspendedienst-west.de