Karneval: Sicherheit, Glasverbot & Co

Beim Thema Sicherheit setzt das Comitee Düsseldorfer Carneval auf Bewährtes. Terrorsperren mit LKW, Betonpoller, Containern und Absperrgittern wird es auch in diesem Jahr geben. Besonders Rosenmontag (4. März 2019) werden diese Sperren sehr präsent sein. Ein generelles LKW-Verbot zum Schutz vor Angriffen wird es in diesem Jahr aber nicht geben.

Glasverbot

Jacques Tilly (3. von links) und Ordnungsdezernent Christian Zaum (3. von rechts) stellen das neue Plakat zur „Scherbenfrei-Kampagne“ vor

An Altweiber, am Karnevalssonntag und am Rosenmontag gilt in der Altstadt wieder Glasverbot. Der OSD wird an den Zugangskontrollen darauf achten, dass Besucher weder Gläser noch Flaschen mitbringen, in der Altstadt dürfen auch keine Glasbehältnisse verkauft werden. Vor der Einführung des Glasverbotes gab es regelmäßig 400 Schnittverletzungen zu beklagen. Bereits im ersten scherbenfreien Jahr sank die Zahl auf unter 20.

Einsatzkräfte sind vorbereitet

Wenn andere in Düsseldorf Karneval feiern, sind die Sanitäter der Hilfsorganisationen, Feuerwehrleute und Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr im vollen Einsatz. Alleine die Feuerwehr wird mit fast 200 Kräften im Einsatz sein. Altweiber sind zusätzlich 207 Leute, darunter 139 Sanitäter und 5 Ärzte einsatzbereit. Rosenmontag stehen rund 231 Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rettungsdienst und Sanitätsdienst), darunter 184 Rettungsdienstmitarbeiter der Hilfsorganisationen und 5 Ärzte zusätzlich parat.

Auch in diesem Jahr werden an vielen Stellen Unfallhilfestellen eingerichtet. Unter anderem im Innenhof der Neanderkirche in der Bolkerstraße, im Rathausinnenhof am Burgplatz und an der Königsallee/Ecke Steinstraße. Zusätzlich steht ein medizinischer Versorgungsbereich an der Rheinuferpromenade sowie medizinische Anlaufstelle am Marktplatz zur Verfügung.

Mehr Sauberkeit und Sicherheit zu Karneval

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf

An den heißen Karnevalstagen werden wir in der Altstadt deutlich mehr Toiletten sehen – und zwar fünfmal mehr. Außerdem werden die Bußgelder für „Wildpinkler“ drastisch erhöht. Wer erwischt wird, für den verdoppelt sich das Bußgeld in diesem Jahr auf 70 Euro. Fast 400 öffentliche Klos wird es dieses Jahr zu Karneval in der Altstadt geben. Die großen Wagen mit mehreren Toiletten stehen dann zum Beispiel auf dem Burgplatz, an der Ratinger Straße, neben dem Rathaus, am Unteren Rheinwerft, an der Lambertus- und Andreaskirche.

Warnung vor K.O.-Tropfen

Da wo tausende Menschen friedlich und ausgelassen feiern, sind auch kriminelle Menschen unterwegs. Der Kriminalpräventive Rat der Landes-hauptstadt (KPR) warnt in diesem Zusammenhang vor so genannten K.O.-Tropfen. Sie sind farb- und geruchslos und kommen immer wieder in Kneipen und Discotheken zum Einsatz. Ziel ist es, die Opfer mittels der Tropfen kurzzeitig orientierungs-, hilf- oder willenlos zu machen. So können die Täter sie sexuell missbrauchen oder ausrauben.

Hier einige Tipps, wie Betroffene und ihre Freunde sich im Verdachtsfall verhalten sollten und was sie im Notfall tun können:

  • In Kneipen und Discotheken das eigene Glas nicht unbeaufsich-tigt stehen lassen. Vor dem Gang zur Tanzfläche oder zur Toilette das Glas möglichst austrinken.
  • Hat die Möglichkeit bestanden, dass jemand unbemerkt etwas in das Glas getan haben könnte, zur eigenen Sicherheit ein neues Getränk bestellen.
  • Bei plötzlicher Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein Freunde oder das Personal des Betriebes ansprechen.
  • Nur mit Freunden oder Vertrauenspersonen den Ort verlassen. Nie mit Fremden mitgehen.
  • Wenn jemand in einer Kneipe oder Disco plötzlich über Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein klagt, seine Aussagen ernst neh-men und Freunde sowie Personal hinzuziehen. Wenn es dem Men¬schen erkennbar sehr schlecht geht, sollte ein Krankenwagen alarmiert werden.
  • Wer den Verdacht hat, unter Einfluss von K.O.-Tropfen geraten zu sein, sollte den Polizeinotruf 110 wählen.

Weitere Infos gibt es auch auf der Internetseite: http://www.ko-tropfen-duesseldorf.de

Öffnungszeiten der Museen an Karneval

Die „tollen“ Tage gehen auch an den Düsseldorfer Kulturinstituten nicht spurlos vorüber. Altweiber (28. Februar) öffnen nur das Goethe-Museum, das Aquazoo Löbbecke Museum sowie das NRW-Forum. Am Karnevalssonntag (3. März) sind der Aquazoo, Kunsthalle und KIT, Schloss und Park Benrath, NRW-Forum, K20 und K21 für Kulturinteressierte da. Am Rosenmontag (4. März) bleiben alle Kulturinstitute geschlossen.

Hier gibt es die Übersicht über die Öffnungszeiten der Ämter der Stadt

Wer in den kommenden Tagen Amtsgeschäfte erledigen will oder muss, der sollte sich auf Einschränkungen einstellen. An Rosenmontag (4. März) haben zum Beispiel nur das Kinderhilfezentrum sowie das Amt für Statistik und Wahlen geöffnet. Alle anderen Dienststellen sind dann geschlossen.

Weitere Infos stehen auch auf der Homepage der Landeshauptstadt Düssedlorf: https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/eingeschraenkte-dienstzeiten-waehrend-der-karnevalstage-9.html

Wie, wo und wann wird in Düsseldorf Karneval gefeiert? Hier gibt es den Überblick: