Fahrraddiebstahl in Düsseldorf

3.700 Fahrräder wurden im letzten Jahr in unserer Stadt gestohlen. 2015 lag die Zahl der Fahrraddiebstähle bei über 4.400.

 

Obwohl in den letzten Jahren die Zahl der Fahrraddiebstähle gesunken ist,  wurden dieses Jahr wieder mehr Fahrräder geklaut. Deswegen haben wir uns mit dem Thema genauer auseinander gesetzt. Wir haben bei Michael Berkel von Lucky Bike nachgefragt, wieso es dieses Jahr zu so vielen Fahrraddiebstählen kommen konnte:

Was kann man denn generell tun, um den Ärger eines Fahrraddiebstahls zu umgehen? Und sollte der Fall eines Diebstahls doch eintreffen: Was kann man vorher machen, um im Nachhinein geschützt zu sein?

 

Hat der Betroffene sein Fahrrad in einem verschlossenen Raum abgestellt und auch abgeschlossen, dann greift die Hausratversicherung, vorausgesetzt man hat eine.  Es besteht aber auch die Möglichkeit, sein Fahrrad außerhalb versichern zu lassen. Dafür gibt es eine Extraklausel in der Hausratversicherung. Im Regelfall ist man mit ihr bis zu einem Wert von 600 Euro versichert. Andernfalls bezieht sich der Wert auf einen bestimmten Prozentsatz der Hausratsumme. Darüber hinaus empfiehlt Berkel hochwertige Fahrräder über eine externe Versicherung abzusichern, dafür nennt er als Beispiel die Wertgarantie, die einem viele verschiedene Möglichkeiten bietet.

 

Sam Bredt von Fahrrad.de nennt als weitere Schutzmaßnahme das GPS-Tracking.

Damit kann sowohl der Betroffene, als auch die Polizei das Fahrrad orten und so möglicherweise das Fahrrad zurück bekommen.

Kauft man ein gebrauchtes Fahrrad, beispielsweise auf dem Trödelmarkt, sollte man darauf achten, dass alle Papiere dem Fahrrad beiliegen. Denn möchte man es nach einer Weile wieder verkaufen und stellt fest, dass es vorher geklaut wurde, macht man sich selbst der Helerei strafbar.

Wer also sein Fahrrad optimal vor einem Diebstahl schützen möchte, sollte darauf achten, dass sein Rad versichert ist. Außerdem sind ein oder zwei Fahrradschlösser sinnvoll. Denn mit nur einem Schloss, kann man nicht alle Einzelteile gleichzeitig sichern. Hier gilt die Faustregel: der Schlosspreis soll etwa 10 Prozent des Fahrradpreises betragen. Auch das GPS-Tracking bietet eine Hilfe, sein Fahrrad nach einem Diebstahl möglicherweise wieder zu finden, oder schon vorher die Diebe abzuschrecken es überhaupt mitzunehmen. Ähnlich funktioniert auch die Fahrradkennzeichnung der Polizei. Dafür kann man mit dem Personalausweis, dem Rad und einem Kaufbeleg bzw. Eigentumsnachweis noch bis zum 31. Dezember ein sogenanntes Kennzeichen fürs Fahrrad bei der Polizei kriegen.