MIZAL - Eagle-Eye Boulevard zum Medienhafen, MIRADOR und INFINDO

Düsseldorfs Stadtbild wird sich weiter verändern

Auf der weltgrößten Immobilienmesse MIPIM in Cannes hat OB Geisel die Baupläne der Stadt für die kommenden Jahre vorgestellt. Neue Highlights wird es unter anderem im Hafen geben. Außerdem an den Haupteinfallstraßen von Norden und Süden nach Düsseldorf. Auch weitere Wohnviertel werden in den nächsten Jahren entstehen (13.3.2019).

Besonders auffällig werden die Veränderungen im Medienhafen. Am Anfang der Kaistraße wird ein neues, über 70 Meter hohes Hochhaus gebaut. Hier soll es in Zukunft auf 18 Etagen Büros, Geschäfte und Gastronomie geben:

Kaistraße 1
© Ingenhoven Architects

Dieses neue Gebäude ist Teil der aktuellen Weiterentwicklung im Hafen. An der benachbarten Kesselstraße wird in den nächsten Jahren das „Pier One“ entstehen: Eine große Promenade mit Fußgängerbrücken zu den beiden Nachbarstraßen:

Visualisierung: Pier One © (c) ingenhoven architects
Visualisierung: Pier One © (c) ingenhoven architects

Damit sind die Planungen im Medienhafen aber noch lange nicht abgeschlossen! Die Stadt sucht auf der MIPIM aktuell noch nach Investoren für zwei große Grundstücke an der Speditionsstraße: Sie werden im Laufe des Jahres 2019 auf den Markt gegeben.

Wer mit dem Auto nach Düsseldorf kommt, wird in Zukunft sowohl von Norden aus als auch im Süden neue, markante Gebäude sehen: Im Norden das „Gateway“ am Kennedydamm…:

Gateway
© KPF Kohn Pedersen Fox Architects

…und im Süden das MIZAL. Das ist ein dreiteiliger Office-Campus. Hier entsteht unter anderem die grösste deutsche vollautomatische Tiefgarage. Nutzer können ihr Auto hier bald einfach abgeben. Die Parkplatzsuche übernimmt dann das System automatisch:

MIZAL - Eagle-Eye Boulevard zum Medienhafen, MIRADOR und INFINDO
© Eller + Eller Architekten / CODIC / moka-studio

Ein weiteres wichtiges Thema auf der MIPIM sind neue Wohnviertel in Düsseldorf. Hier liegen im Moment gemischte Quartiere aus Wohnen, Büro und Gewerbe im Trend. – Aber auch eine ehemalige Sportfläche wird bald dafür bebaut: Auf dem Grundstück des alten Hallenbads in Oberkassel sollen rund hundert Wohnungen entstehen.

Ein besonders großes Wohnviertel wird demnächst in Stockum gebaut: die „Deiker Höfe“. Auf dem Gelände des ehemaligen Fashion Houses an der Danziger Straße sind 350 Wohnungen, Büros, Einzelhandel, Gastronomie und ein Hotel geplant:

Deiker Höfe
© Black Horse Properties GmbH (Quelle: caspar.schmitzmorkramer / Konzept 3D)

In Flingern werden in Zukunft viele Menschen in den Dorotheenhöfen leben. In der Nähe der Bahngleise soll es dort auch eine große Grünanlage in dem neuen Wohnviertel geben; außerdem mehrere unterschiedliche Innenhöfe:

Dorotheenhöfe
© Architekturbüro Krey

In Derendorf entstehen zur Augustastraße hin außerdem die „Lenné-Gärten“. Mit Wohnungen, die besonders für Familien geeignet sein sollen, sowie neuen Plätzen und Wegen für Fußgänger:

Lenné-Gärten
© Architekturbüro Krey | cadman

Ein Beispiel in Gerresheim zeigt außerdem, dass sich auch Bunker zu Wohnungen umfunktionieren lassen. Dort entstehen in dem 77 Jahre alten Bunker neben dem Glashüttengelände 24 Wohnungen besonders für junge Familien. – Auch in Düsseltal tut sich bald etwas: Hier wird bis Mai 2019 ein Investor für neue Wohnungen gesucht. Es soll eine Mischung aus frei finanzierten-, öffentlich geförderten- und preisgedämpften Wohnungen entstehen, sowie eine KiTa.

Eines der zentralen Vorhaben der kommenden Jahre ist der „Blaugrüne Ring“. Er soll zentrale kulturelle Attraktionen auf einer fußläufigen Route verbinden. Die Pläne starten im Frühsommer in die zweite Phase. Aktuelle Entwürfe sind ab dem 20. März 2019 im Hofgarten rund um das Ratinger Tor zu sehen. Der Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, in diesem Zusammenhang auch einen möglichen neuen Opernbau oder die Sanierung des alten Gebäudes zu prüfen.

© Stadt Düsseldorf

Im Süden des Blaugrünen Ringes schließt sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein weiteres Zukunftsprojekt an: Das Regierungsviertel. Die Rheinuferpromenade soll in Richtung Medienhafen fortgeführt- und der Landtag nach Süden erweitern werden. Damit würden auch hier in den nächsten Jahren weithin sichtbare Veränderungen in Düsseldorf entstehen.

OB Geisel auf der MIPIM in Cannes 2019
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

Titelbild: © Eller + Eller Architekten / CODIC / moka-studio