Airbnb-Diskussion in Düsseldorf | Antenne Düsseldorf

Airbnb-Diskussion in Düsseldorf

Airbnb feiert den zehnten Geburtstag seiner Firmengeschichte. Das Vermittlungsportal für private Übernachtungen steht vor großen Herausforderungen. In Düsseldorf ist der Dienst beliebt, aber auch umstritten.

Das Portal aus Amerika feiert im August 2018 seinen ersten zweistelligen Geburtstag. Airbnb ermöglicht es vielen Düsseldorfern, recht unkompliziert ein wenig Geld dazuzuverdienen. Oder während der eigenen Ferien auch selbst individuelle Übernachtungen im Urlaub zu erleben. Der Erfolg des Unternehmens ist groß und eine rasant ansteigende Zahl von Übernachtungen bescherte Airbnb 2017 das erste Mal einen Gewinn vor Steuern, so die Financial Times.

Hintergrund der Debatte ist auch die Wohnungsknappheit in Düsseldorf. Experten sagen, dass es zu wenig neu gebaute Wohnungen gibt. Dem entgegen standen in Düsseldorf im Jahr 2017 gut 3000 Immobilien zur Vermietung auf Airbnb, so die DEHOGA. Das ist etwa ein halbes Prozent der gesamten Wohnungen in Düsseldorf. Daher wünschen sich auch manche Politiker in Düsseldorf, dass Wohnungen gar nicht über Airbnb vermietet werden, wenn sie nicht hauptsächlich von Düsseldorfern bewohnt werden.

Das Geschäftsmodell birgt allerdings auch große Kontroversen. Vermieter von Airbnb müssen keine Hotelsteuern zahlen, dass nutzen Agenturen aus, die Wohnungen für die Weitervermietung halten, ohne selber darin zu wohnen. Thomas Kolaric vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband sieht darin einen großen Wettbewerbsnachteil für klassische Hotels:

Daher als Forderung an Airbnb und die Politik in Düsseldorf:

 

Die Disskusion um eine Regelung für Unternehmen wie Airbnb dauert an. Es geht darum, kommerzielle Vermietung entsprechend zu versteuern. Zuletzt im Februar scheiterte eine Abstimmung an Meinungsverschiedenheiten in der Ampel Koalition.

Dazu Marie-Agnes Strack-Zimmerman, Düsseldorfer FDP-Chefin:

 

Andere Städte haben bereits Lösungen gefunden für das Problem. New York und Berlin haben die Vermietung stark eingeschränkt. Dortmund erhält von Airbnb entsprechende Daten und besteuert damit den gewerblichen Teil der Vermietungen. Dazu schon vor etwa einem Jahr Hans-Joachim Witzke vom Düsseldorfer Mieterverein:

Laut der Düsseldorfer DEHOGA ist der Durchschnittliche Düsseldorfer Airbnb-Gast 3,6 Nächte in seiner Unterkunft. Etwa 80.000 Menschen haben letztes Jahr bei uns über Airbnb übernachtet. Der Hotelverband Düsseldorf hingegen hatte insgesamt 2,7 Millionen Gäste.