Vor genau einem Jahr hat Air Berlin Insolvenz angemeldet

Genau ein Jahr ist es her, dass ein Stück deutsche Fluggeschichte zu Ende gegangen ist. Am 15. August letzten Jahres musste Air Berlin Insolvenz anmelden. In den Siebzigern gegründet läuft es erstmal dreißig Jahre lang rund. Dann die Wende: Airberlin schreibt rote Zahlen. Das Management wechselt – immer wieder werden Arbeitsplätze gestrichen. Air Berlin kommt nicht mehr auf die Füße. 2015 macht die Airline riesige Verluste. Vor einem Jahr dann die Gewissheit: Air Berlin ist pleite. Der Bund investiert 150 Millionen Euro Steuergelder – versucht Air Berlin zu retten. Kurz darauf melden sich 200 Piloten krank – sie streiken. Flüge werden gestrichen, Passagiere bleiben auf den Ticketkosten sitzen, es herrscht Chaos an den Schaltern. Kurz danach ist alles vorbei. Von der Insolvenz vor einem Jahr waren allein in Düsseldorf über 2.000 Menschen betroffen. Auf Anfrage von Antenne Düsseldorf hat uns die Agentur für Arbeit gesagt, dass drei von vier Ex-Air Berlin -Mitarbeitern mittlerweile wieder einen Job haben.  Air Berlin war mit Abstand die wichtigste Fluggesellschaft am Düsseldorfer Flughafen. Die Pleite vor einem Jahr hinterlässt große Lücken. Damals wurden 30 Prozent aller Flüge am Düsseldorfer Flughafen von Air Berlin abgewickelt. Von einem auf den anderen Tag ist das weggefallen. Das hat die Lufthansa ausgenutzt und die Preise angehoben. Ein Flug von Düsseldorf nach Berlin kostete zwischenzeitlich 700 Euro. Auch die Lufthansa-Tochter Eurowings hat profitiert: Die hat sowohl Strecken, als auch Flugzeuge von Air Berlin übernommen. Und der Flughafen ist optimistisch: Bis Ende dieses Jahres sollen alle durch die Insolvenz entstandenen Lücken geschlossen sein.