Urheberrechts-Reform: SPD-Europapolitikerin spricht von „schwarzem Tag“

Das EU-Parlament hat JA gesagt zur Reform des Urheberrechts. Wenn die Reform so umgesetzt wird, wie heute (26. März) beschlossen, sollen Plattformen wie Youtube in Zukunft schon beim Hochladen überprüfen, ob geschütztes Material enthalten ist. „Das geht nur mit Upload-Filtern“, sagen Kritiker – bei denen die Gefahr bestehe, dass viel mehr aussortiert werde, als nötig. Hier aus Düsseldorf gibt es auch schon Reaktionen auf die Entscheidung: Petra Kammerevert ist Europa-Abgeordnete der SPD aus Düsseldorf – sie sagt, heute sei ein „schwarzer Tag für die Kunstfreiheit und das offene und freie Internet“ – und auch „für alle Menschen, die in den letzten Wochen immer wieder gegen die Reform demonstriert haben“. Der Düsseldorfer Medien-Anwalt Michael Terhaag schätzt die EU-Entscheidung auf Anfrage von Antenne Düsseldorf so ein: Er sagt, mit „möglichen Uploadfiltern nimmt der Gesetzgeber jetzt in Kauf, dass Meinungs- und Kunstfreiheit eingeschränkt werden“. Wir haben auch mit dem Düsseldorfer Musikproduzenten Dieter Falk gesprochen. Er freut sich, dass seine Veröffentlichungen in Zukunft besser geschützt werden sollen und erhofft sich mehr Geld. Falk fragt sich aber auch, ob Uploadfilter dafür der beste Weg sind.