Merkel-Rückzug wird auch in Düsseldorf diskutiert

Der angekündigte Rückzug von Angela Merkel als Vorsitzende der CDU sorgt auch hier bei uns in der Stadt für Diskussionen. Der Düsseldorfer CDU-Vorsitzende Jarzombek nennt die Entscheidung „einen richtigen Schritt“. Seine Partei dürfe jetzt aber nicht zu sehr „nach rechts rutschen“. Jarzombek sagt, dass sich die CDU jetzt verjüngen uns erneuern muss. Der Düsseldorfer SPD-Chef Rimkus fordert von seiner Partei, jetzt zu kämpfen. Die SPD brauche wieder Visionen; „ob mit oder ohne GroKo“. Politik-Professor Stefan Marschall von der Heine-UNI rechnet damit, dass sich die CDU bei ihrem Parteitag im Dezember auch inhaltlich neu aufstellen wird.

Die Junge Union in Düsseldorf hatte schon vor einem Jahr (November 2017) Merkels Rücktritt als Parteivorsitzende gefordert. Ihr Vorsitzender Ulrich Wensel sagt jetzt im Interview mit Antenne Düsseldorf: Nun müsse die CDU den „Niedergang einer bürgerlichen Volkspartei“ abwenden.

Annegret Kramp Karrenbauer sei dagegen wegen ihrer Nähe zu Kanzlerin Merkel keine gute Lösung, so Wensel weiter. Das sieht Politik-Professor Stefan Marschall von der Heine-UNI anders: Für ihn ist die Generalsekretärin im Moment eine der Favoriten für den Parteivorsitz.