Loveparade-Verfahren geht nur noch gegen drei Angeklagte weiter

Achteineinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten hat das Duisburger Landgericht das Strafverfahren gegen sieben von zehn Angeklagten eingestellt. Gegen drei Angeklagte geht der Prozess weiter, weil sie eine Geldauflage in Höhe von etwa 10 000 Euro ablehnen. Für die anderen sieben ist der Prozess ohne Strafen und Auflagen beendet. Für einige Hinterbliebene ist es wie ein Schlag ins Gesicht. Ein Vater dessen Sohn in der Duisburger Massenpanik zu Tode kam, stemmte sich heute (6.2.2019) nochmal gegen die Einstellung des Verfahrens und warf dem Gericht Fehler vor. Die Anwälte der Nebenkläger sagen: Es bestehe doch nach wie vor ein öffentliches Interesse die Loveparade-Katastrophe aufzuklären. doch das Gericht blieb dabei: Die Angeklagten treffe nur eine begrenzte individuelle Schuld. Zur Katastrophe geführt hätten 2010 Planungsfehler und ein kollektives Versagen vieler Menschen am Unglückstag. Die Staatsanwaltschaft stimmte der Einstellung unter anderem zu, weil bis zur Verjährung 2020 die fast 600 Zeugen nicht vernommen werden könnten.