Loveparade: Angehörige teils geschockt über Einstellung des Prozesses

Der Prozess um die Duisburger Loveparade ist heute (17. Januar) an der Messe in Stockum weiter gegangen. Die Angehörigen der Opfer haben sich bestürzt gezeigt, weil das Gericht das Verfahren bald einstellen will. Anwälte der Angehörigen haben erklärt, dass sie nicht einverstanden sind. Das Gericht hatte gestern in einem nicht-öffentlichen Rechtsgespräch gesagt, dass eine Einstellung denkbar sei. Heute hat es das auch der Allgemeinheit und damit auch den Angehörigen mitgeteilt. Das Verfahren
gegen alle zehn Angeklagte soll ohne Urteil zu Ende gehen und eingestellt werden – drei von ihnen hätten mit einer Geldbuße als Auflage für die Einstellung zu rechnen. Einige Angehörige äußerten sich heute entsetzt: Die Ankündigung des Gerichts habe sie „umgehauen“, es sei ein „schlechter Tag für die Justiz“. Schon im Februar könnte das Verfahren zu Ende gehen.