Eklat im Prozess um den Wehrhahn-Anschlag

Im Prozess um den Bombenanschlag am Wehrhahn vor 18 Jahren hat es am Landgericht am Oberbilker Markt einen Eklat gegeben. Bei der gestrigen Verhandlung (14. Juni 2018) hat ein neuer Zeuge die Aussage verweigert. Die zuständige Strafkammer ordnete daraufhin ein halbes Jahr Beugehaft gegen den Mann an. Der Mann hatte sich zuletzt bei der Staatsanwaltschaft gemeldet und erklärt, ihm gegenüber habe der Angeklagte den Bombenanschlag gestanden. Dies wollte er vor Gericht aber nur wiederholen, wenn die Justiz ihm Zeugenschutz garantieren würde. Offenbar war das nicht der Fall. Entsprechend reagierte der Zeuge auf keinerlei Ansprache des Richters. Der machte daraufhin mit dem Mann kurzen Prozess und schickte ihn für ein halbes Jahr in Beugehaft. Ohne die Aussage dieses Zeugen läuft im Verfahren alles auf einen Freispruch hinaus.