
Straßenbahn-Unfall: Polizei ermittelt zur Ursache
Nach dem schweren Straßenbahnunfall an der Berliner Allee mit 30 Verletzten steht die Ursachensuche im Fokus. Die Polizei ermittelt, warum eine Bahn der Linie 709 falsch abbog.
Veröffentlicht: Dienstag, 26.05.2026 03:07
Nach dem schweren Straßenbahnunfall vom Samstag (23. Mai 2026) in der Düsseldorfer Innenstadt steht die Klärung der Unfallursache im Zentrum der polizeilichen Arbeit. Spezialisten der Polizei werten derzeit die gesicherten Spuren aus, um zu rekonstruieren, wie es an der Kreuzung Graf-Adolf-Straße / Berliner Allee zur Frontalkollision zweier Bahnen der Rheinbahn kommen konnte. Bei dem Unglück wurden nach aktuellem Stand 30 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer.
Rekonstruktion des Unfallhergangs durch die Ermittler
Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass sich zwei Bahnen der Linie 709 aus entgegengesetzten Richtungen der Kreuzung näherten. Während eine Bahn planmäßig in Richtung Neuss geradeaus über die Kreuzung fuhr, bog die entgegenkommende Bahn in Richtung Hauptbahnhof aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf die Berliner Allee ab. Die Polizei prüft nun intensiv, warum das Fahrzeug den falschen Fahrweg einschlug und so frontal mit der entgegenkommenden Bahn zusammenstieß.
Umfangreiche Spurensicherung an der Berliner Allee
Für die Arbeit der Unfallermittler und die Spurensicherung musste die Kreuzung im Herzen der Stadt stundenlang gesperrt werden. Die Experten haben vor Ort umfangreiches Datenmaterial und technische Beweise gesichert. Diese Auswertungen sind notwendig, um festzustellen, ob ein technischer Defekt oder ein menschlicher Fehler zu dem falschen Abbiegevorgang geführt hat.
Auswirkungen auf den Verkehr am Japan-Tag
Die stundenlange Sperrung zur Unfallaufnahme hatte massive Auswirkungen auf den Verkehr in Düsseldorf. Da zeitgleich der Japan-Tag stattfand, standen viele von Euch auf dem Weg in die Innenstadt lange Zeit im Stau. Auch im gesamten Liniennetz der Rheinbahn kam es infolge der Sperrungen und der blockierten Gleise zu erheblichen Störungen.