
Stadt plant Milliardenausgaben trotz angespannter Finanzlage
Düsseldorf plant für 2027 und 2028 Ausgaben von jeweils mehr als vier Milliarden Euro. Pro Jahr rechnet die Stadt mit einem Defizit von rund 300 Millionen Euro.
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Die Stadt Düsseldorf möchte 2027 und 2028 jeweils mehr als vier Milliarden Euro ausgeben - und damit mehr, als sie voraussichtlich einnehmen wird. Oberbürgermeister Stephan Keller hat den Entwurf für den Doppelhaushalt heute (24. September 2026) im Stadtrat vorgestellt. Für beide Jahre ist jeweils ein Defizit von rund 300 Millionen Euro geplant. Die Kernbotschaft des OB: Die Stadt muss sparen und trotzdem auch weiter investieren:
"Es wird in die Zukunft der Stadt investiert. Das ist auch wirklich wichtig, denn auch da gilt: Wir können uns jetzt nicht kaputtsparen, aber wir müssen den Haushalt konsolidieren. Das heißt, manche Investitionen, die wir uns alle wünschen würden, müssen warten. Wir werden sie nicht aufgeben, aber wir werden sie verschieben und konzentrieren uns jetzt auf das, was wirklich dringend notwendig ist."
Doppelhaushalt soll mehr Zeit für Anpassungen geben
Der Doppelhaushalt ist laut Stadt eine Strategie, um mit den Sparmaßnahmen umzugehen. Er soll der Stadt mehr Zeit geben, unter anderem für strukturelle Anpassungen. Trotz der anspruchsvollen Finanzlage zeigt sich der OB zuversichtlich
"Es gibt keinen Grund zur Panik, keinen Grund Alarm zu schlagen. Wir haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und auch dieser Doppelhaushalt, den wir jetzt vorlegen, enthält eine Fülle von Maßnahmen. Wir haben das mal gezählt: Es sind zum Beispiel 17 Schulprojekte, 3 neue Kitas, 4 neue Feuerwachen. Es wird Straßen und Radwege geben und wir kümmern uns um die Infrastruktur, die tatsächlich für die Stadt enorm wichtig ist."
Haushalt soll Ende des Jahres verabschiedet werden
Der Haushaltsentwurf wird in den kommenden Monaten in den verschiedenen Ausschüssen intensiv diskutiert. Ende des Jahres soll der Haushalt dann verabschiedet werden.