
Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner in Düsseldorf
Düsseldorf rüstet sich gegen einen bekannten Schädling: Der Eichenprozessionsspinner ist wieder aktiv. Laut Stadt schlüpfen die Raupen in diesen Tagen.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.04.2026 11:15
Gartenamt bekämpft die Raupen
An rund 100 Bäumen hängen deshalb jetzt schon Fallen, die die Tiere auffangen sollen. Ab Anfang Mai besprüht das Gartenamt rund 750 Eichen mit einem Biozid. Das Mittel enthält Bakterien, die von den Raupen mitgefressen werden. Durch die Bakterien hören die Tiere dann auf zu fressen - und sterben. Schwerpunkt des Einsatzes sind Spielplätze, Schulhöfe, Kindergärten und stark frequentierte Straßen.
Zum Hintergrund:
Die Brennhaare der Raupen können Hautausschläge, Juckreiz, Bindehautentzündungen und auch Atemnot auslösen. Wir sollten deshalb mindestens zehn bis fünfzehn Meter Abstand zu befallenen Bäumen halten.
Befallene Bäume können per E-Mail an eps@duesseldorf.de gemeldet werden.
Der Klimawandel fördert die Ausbreitung des Schädlings - nach aktuellen Prognosen wird das Problem in den nächsten Jahrzehnten zunehmen.
Was tun bei Kontakt mit den Raupenhaaren?
• nicht kratzen, sonst dringen die Haare tiefer in die Haut ein
• Kleidung sofort wechseln und bei mindestens 60°Celsius waschen
• gründlich duschen und Haare waschen
Dann sollten wir einen Arzt aufsuchen:
• bei Augenkontakt (Entwicklung einer Bindehautentzündung)
• bei Atemnot
• Bei geringfügiger ausgeprägten Hautsymptomen ist meist keine Gegenmaßnahme erforderlich. Eingedrungene Brennhaare können mit Hilfe der Klebeseite von Pflasterstreifen entfernt werden.