
Schießerei vor der Meerbar: Prozess gegen Türsteher startet
Nach der Schießerei vor der Meerbar im Medienhafen beginnt heute der Prozess. Ein Türsteher ist wegen versuchten Totschlags angeklagt. Erfahrt hier alle Details zum Fall.
Veröffentlicht: Freitag, 29.05.2026 03:21
Am Landgericht Düsseldorf beginnt heute (29. Mai 2026) der Prozess um eine Schießerei, die sich im vergangenen Dezember im Medienhafen ereignet hat. Angeklagt ist der damalige Türsteher eines Lokals. Ihm wird vorgeworfen, vor der „Meerbar“ mehrfach auf zwei Männer geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen versuchten Totschlags angeklagt.
Streit um Einlass eskalierte im Medienhafen
Der Vorfall ereignete sich Mitte Dezember letzten Jahres. Laut Anklage wollten zwei Männer die Bar als Gäste betreten, was ihnen vom Türsteher jedoch verwehrt wurde. Einer der Männer rief daraufhin seinen Vater an, der den Türsteher offenbar kannte. Nach dem Eintreffen des Vaters kam es zu einer Diskussion zwischen den Beteiligten, in deren Verlauf mehrere Schüsse fielen.
Schwere Verletzungen und gesundheitliche Folgen
Die Folgen der Schießerei sind für die Betroffenen schwerwiegend:
- Der 54-jährige Vater: Er wurde unter anderem am Kopf getroffen. Laut Anklage erlitt er bleibende Hirnschäden und gilt seit dem Vorfall als Pflegefall.
- Ein weiterer Mann: Er wurde ebenfalls durch Schüsse verletzt.
Verteidigung beruft sich auf Notwehr
Der angeklagte Türsteher hat sich im Vorfeld des Prozesses auf Notwehr berufen. Das Landgericht muss nun klären, wie genau die Situation vor dem Lokal abgelaufen ist und ob der Einsatz der Schusswaffe rechtlich gerechtfertigt war oder ob es sich um ein Tötungsdelikt handelte.