
Schaustellerkultur ist jetzt Immaterielles Kulturerbe
Die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland ist jetzt Immaterielles Kulturerbe. Auch für Düsseldorf mit Rheinkirmes und Schützenfesten ist das wichtig.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2026 03:13
Die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland gehört jetzt offiziell zum Immateriellen Kulturerbe. Für Düsseldorf ist das eine besondere Nachricht, weil Volksfeste hier fest zum Stadtleben gehören - von der Rheinkirmes bis zu vielen Schützenfesten mit Kirmes in den Stadtteilen. Auch Veranstaltungen am Tonhallenufer oder am Staufenplatz zählen dazu. Die Auszeichnung betrifft also auch Traditionen, die viele Menschen in Düsseldorf seit Jahren kennen und besuchen.Dazu Oliver Wilmering vom Schaustellerverband Düsseldorf.
Da wird noch mal die große Wertschätzung unseres Berufes unterstrichen und da wird noch mal ganz klargestellt, dass wir nicht nur in Anführungsstrichen eine Freizeitunterhaltung sind, sondern dass wir schon ein Stück Kulturgut sind.
UNESCO würdigt eine lange Tradition
Mit der Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis würdigt die Deutsche UNESCO-Kommission eine Tradition, die in Deutschland seit vielen Jahrhunderten gelebt wird. Damit wird die kulturelle Bedeutung von Volksfesten und Schaustellerbetrieben offiziell anerkannt. Nach Angaben des Schaustellerverbands gibt es bundesweit fast 10.000 Volksfeste im Jahr. Dazu kommen bis zu 200 Millionen Gäste. Die Zahlen zeigen, wie groß die Bedeutung dieser Kultur in Deutschland weiterhin ist.
Auch Bolzplatzkultur und Martinstradition neu dabei
Neu ins Verzeichnis aufgenommen wurden außerdem die Bolzplatzkultur, die Martinstradition im Rheinland und das Herrenschneiderhandwerk. Die Liste des Immateriellen Kulturerbes wächst damit weiter. Für Düsseldorf ist vor allem die Anerkennung der Schaustellerkultur von Bedeutung. Gerade mit Blick auf die Rheinkirmes und viele Feste in den Stadtteilen ist das Thema hier besonders nah am Alltag vieler Menschen.