
Rheinbahn-Streik: Ab Dienstag wohl erst mal Pause
Für Pendler in Düsseldorf gibt es ab Dienstag im Nahverkehr voraussichtlich erst mal Entwarnung. Verdi NRW plant bis Donnerstag der kommenden Woche keine neuen Warnstreiks.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.03.2026 07:03
Für Pendler in Düsseldorf gibt es im Nahverkehr ab Dienstag der kommenden Woche (24. März 2026) voraussichtlich erst mal Entwarnung. Verdi NRW plant während der dann beginnenden dritten Tarifrunde bis Donnerstag (26. März 2026) keine weiteren Warnstreiks. Auch am Freitag sind neue Arbeitskampfmaßnahmen nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich. Hintergrund ist nach aktuellem Stand die bisherige Ankündigungspraxis der Gewerkschaft. Neue Streiks im Nahverkehr hat Verdi bislang immer mit zwei Tagen Vorlauf angekündigt. Deshalb gilt eine weitere Streikwelle ab Dienstag zunächst als eher unwahrscheinlich.
Verdi plant bis Donnerstag keine neuen Warnstreiks
Eine Ausnahme wäre nur möglich, wenn die Tarifverhandlungen vorzeitig scheitern oder abgebrochen werden. Dann könnten kurzfristig doch noch neue Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Im Moment deutet aber vieles darauf hin, dass Pendlerinnen und Pendler ab Dienstag erst mal aufatmen können. Verdi hat vor der neuen Verhandlungsrunde zugleich Kompromissbereitschaft signalisiert. Die Gewerkschaft spricht von dem Ziel, zu einem tragfähigen Abschluss zu kommen. Das könnte die Chancen auf ruhigere Tage im Nahverkehr erhöhen.
Düsseldorf ist aktuell weiter stark betroffen - auch Samstag Einschränkungen
Noch gilt die Entwarnung allerdings nicht für heute und die kommenden Tage bis Freitagfrüh. In Düsseldorf fahren seit 3 Uhr heute bis 3 Uhr am Freitag keine Straßen- und U-Bahnen. Unterwegs sind nur einige wenige Busse. Und für Samstag hat Ver.di die Beschäftigten des Betriebshofs in Lierenfeld zum Streik aufgerufen. Von diesem Streik sind laut Rheinbahn vor allem die Straßenbahnlinien sowie die Linien der Wehrhahnlinie und die Busse betroffen, die den Düsseldorfer Innenstadtbereich bedienen. In den vergangenen Tagen war der kommunale Nahverkehr in vielen Städten in NRW immer wieder durch Warnstreiks stark eingeschränkt. Auch Düsseldorf war davon deutlich betroffen. Für viele Pendlerinnen und Pendler bedeutete das längere Wege, mehr Umstiege und die Suche nach Alternativen.