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Eine rote Straßenbahn der Rheinbahn vom Typ GT8S. Dieser Bahntyp wurde in Rente geschickt.
© Antenne Düsseldorf
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Rechtsextremer Vortrag in Oldiebahn: Rheinbahn schockiert

Die Rheinbahn ist schockiert: Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner hat in einer Düsseldorfer Oldiebahn offenbar einen Vortrag gehalten. Das Unternehmen distanziert sich von der Veranstaltung.

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2026 11:18

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Rechtsextremist Sellner hält Vortrag

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Laut einer Pressemitteilung der Rheinbahn hat das Unternehmen erst gestern von der Veranstaltung erfahren - offenbar, weil der Rechtsextremist Martin Sellner auf der Plattform X darüber geschrieben hatte. Sellner gibt als Thema des Vortrags sogenannte "Remigration" an. Der Begriff wird seit einem Treffen von rechtsextremen Gruppen im November 2023 in Potsdam gezielt instrumentalisiert.

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Rheinbahn zeigt sich schockiert

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Laut Rheinbahn war das Unternehmen im Vorfeld nicht informiert - die Fahrt war als „private Veranstaltung im Freundeskreis" gebucht worden. Die tatsächliche Nutzung wurde verschleiert, Angaben wurden nachträglich verändert. Die Sonderfahrt fand bereits vor Ostern statt. Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe sagt, sie sei schockiert gewesen:

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Ich war schockiert, als ich das Video dieser Fahrt mit unserer Oldiebahn gesehen habe. Die Rheinbahn ist gezielt instrumentalisiert worden: Die regulär gebuchte Sonderfahrt wurde für eine populistische Inszenierung missbraucht. Die tatsächliche Nutzung wurde verschleiert – zudem wurden Rechnungsangaben nachträglich geändert. Als öffentliches Unternehmen stehen wir für eine offene, vielfältige und demokratische Stadtgesellschaft. Unsere Fahrzeuge sind Teil des öffentlichen Raums – und kein Ort für politische Kampagnen, Ausgrenzung oder ideologische Inszenierungen.Wir werden den Vorgang vollständig aufarbeiten, rechtliche Schritte prüfen und unsere Regeln, Prüfprozesse und Fahrtkontrollen für Sonderfahrten so anpassen, dass ein solcher Missbrauch künftig ausgeschlossen wird.
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Die Rheinbahn prüft rechtliche Schritte

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Der Vorfall soll nun weitreichende Konsequenzen haben. Die Rheinbahn kündigte an, den Vorgang vollständig aufzuarbeiten und prüft derzeit rechtliche Schritte gegen die Organisatoren der Fahrt. Um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu verhindern, sollen die Prüfprozesse und Regeln für die Buchung von Sonderfahrten grundlegend angepasst werden. Ziel ist es, durch strengere Kontrollen einen erneuten Missbrauch der historischen Fahrzeuge für extremistische Inhalte auszuschließen.

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