
Prozess um Schüsse auf Taxi-Fahrgast startet bald
Im September startet ein Hochsicherheitsprozess um Schüsse auf ein Taxi in Düsseldorf. Das Opfer ist der Neffe eines berüchtigten Drogenbosses.
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In Düsseldorf beginnt in knapp drei Wochen ein Strafprozess unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Ab dem 7. September müssen sich drei Männer vor dem Oberlandesgericht (OLG) verantworten. Ihnen wird ein mutmaßlicher Mordanschlag im Drogenmilieu vorgeworfen.
Der Vorfall auf der Kaiserstraße
Die Tat ereignete sich Ende letzten Jahres im Stadtteil Pempelfort. Ein 40-jähriger Mann war als Fahrgast in einem Taxi auf der Kaiserstraße unterwegs, als zwei Schützen das Feuer auf das Fahrzeug eröffneten. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und überlebte den Angriff nach Angaben der Ermittler nur durch eine sofortige Notoperation.
Verbindungen in das Düsseldorfer Drogenmilieu
Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft steht die Tat im Zusammenhang mit dem internationalen Drogenhandel. Bei dem Opfer handelt es sich um den Neffen eines in den Niederlanden inhaftierten Drogenbosses, der in Ermittlerkreisen als „Pablo Escobar Europas“ bezeichnet wird. Unmittelbar vor dem Anschlag hatte das spätere Opfer in Düsseldorf an einer Kundgebung teilgenommen, bei der die Freilassung seines Onkels gefordert wurde.
Ermittlungsstand und Sicherheitsmaßnahmen
Aufgrund der Hintergründe findet das Verfahren im Hochsicherheitstrakt des OLG Düsseldorf statt. Die Ermittler prüfen derzeit noch zwei zentrale Fragen:
- Handelte es sich bei den Schützen um gezielte Auftragskiller?
- Sind die mutmaßlichen Täter Mitglieder einer konkurrierenden Bande?
Während drei Verdächtige ab September vor Gericht stehen, dauert die Suche nach einem vierten Beteiligten weiter an. Das Gericht hat für den Prozess umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen angeordnet.