
Promillegrenze für Radfahrende: ADFC fordert Senkung
Soll die Promillegrenze für Radfahrende von 1,6 auf 1,1 gesenkt werden? Der ADFC Düsseldorf unterstützt die Änderung. Diskussion beim Verkehrsgerichtstag.
Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 04:17
Promillegrenze für Radfahrende: ADFC fordert Senkung auf 1,1
Soll die Promillegrenze für Radfahrende von 1,6 auf 1,1 Promille gesenkt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Politik ab morgen (28. Januar 2026) beim Verkehrsgerichtstag in Goslar. Der ADFC Düsseldorf unterstützt die geplante Änderung und fordert seit Jahren eine Senkung des Grenzwerts.
Gründe für die Senkung der Promillegrenze
Bislang macht man sich erst ab 1,6 Promille auf dem Fahrrad strafbar, da man dann als absolut fahruntüchtig gilt. Der ADFC argumentiert jedoch, dass die Fahrunsicherheit bereits ab 0,8 Promille deutlich steigt. Eine Senkung auf 1,1 Promille könnte helfen, Unfälle zu verhindern. Laut ADFC ist die Zahl der getöteten Radfahrenden in den letzten zehn Jahren angestiegen: Jährlich verlieren mehr als 400 Menschen auf dem Fahrrad ihr Leben.
Ausbau sicherer Radwege bleibt wichtig
Neben der Senkung der Promillegrenze fordert der ADFC vor allem den Ausbau sicherer Radwege, um die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen. Die Empfehlung des ADFC lautet: Wer Alkohol getrunken hat, sollte weder Auto noch Fahrrad fahren.
Bedeutung des Verkehrsgerichtstags
Der Deutsche Verkehrsgerichtstag ist eine jährlich stattfindende Konferenz für Straßenverkehrsrecht mit bundesweiter Relevanz. Ihre Empfehlungen werden häufig von der Politik bei der Ausgestaltung von Gesetzen und Vorschriften berücksichtigt. Die Diskussion zur Promillegrenze für Radfahrende könnte somit wegweisend für zukünftige Regelungen sein.