
Polizei rollt zehn Jahre alten Fall aus Oberbilk neu auf
Rund zehn Jahre nach einem Mord in Oberbilk beschäftigt sich die Düsseldorfer Polizei jetzt noch einmal mit dem Fall. Am 3. Juni 2016 war ein 68-Jähriger in seiner Wohnung an der Mindener Straße schwer verletzt aufgefunden worden und dort verstorben. Die Polizei sucht jetzt nach neuen Zeugenhinweisen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.2026 07:12
Für die Ermittler war damals schnell klar: Der Mann war getötet worden. Es konnten Fahndungsbilder von zwei Tatverdächtigen erstellt werden. Die Ermittlungen liefen bisher aber ohne Erfolg. Jetzt will die Mordkommission "MK Mindener" den Fall noch einmal neu aufrollen und bittet um mögliche neue Hinweise. Die Ermittler betonen: Jeder Hinweis kann wichtig sein, auch wenn er für die Zeugen vielleicht uninteressant wirkt.
Die beiden Tatverdächtigen sahen damals wie folgt aus:
Der erste Verdächtige war etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 1,80 Meter groß. Er hat ein südländisches Aussehen mit einer schlanken Statur. Sein Haar war lediglich zwei bis drei Zentimeter kurz und dicht, aber dennoch nach hinten gegelt. Die Seitenpartien waren nochmals deutlich kürzer geschoren. Er war mit einem schwarzen T-Shirt mit weiß abgesetzten Ärmeln sowie einer hellen Hose bekleidet. Zudem trug er Turnschuhe oder sportliche Freizeitschuhe. Der zweite Tatverdächtige war damals 20 bis 30 Jahre alt und auch etwa 1,80 Meter groß. Er hatte einen dunklen Vollbart ("5-Tage-Bart"), sein Haar war mit einem schwarzen Käppi bedeckt. Auch er hat ein südländisches Aussehen, jedoch eine deutlich untersetztere, kräftige Statur. Er trug dunkle Oberbekleidung mit einer auffallenden "Posthorn"-Abbildung oder -Applikation und eine dunkle Cargohose. Zudem führte er eine dunkle Sporttasche mit sich. Nach Zeugenangaben soll er akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben.
Der Fluchtweg konnte wie folgt rekonstruiert werden:
Die Tatverdächtigen sind nach dem Verlassen des Hauses die Mindener Straße nach rechts weitergelaufen. Hier überquerten sie die Markenstraße und dürften dann entweder weiter geradeaus in Richtung Heerstraße und Im Liefeld oder, dem Straßenverlauf nach links über die Brücke folgend, in Richtung Ronsdorfer Straße geflüchtet sein.