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Ingo Morell KGNW
© Ralph Sondermann / KGNW
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NRW-Krankenhäuser warnen vor Warken-Sparplänen

Die Krankenhausgesellschaft NRW warnt vor massiven Folgen der geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Gesundheitswesen. Kliniken könnten unter wirtschaftlichen Druck geraten, mit Auswirkungen auf Personal und Versorgung.

Veröffentlicht: Montag, 15.06.2026 12:12

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Das Interview mit dem Präsidenten der Krankenhausgesellschaft

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Im Interview mit José Narciandi, dem Leiter unseres Landtagsstudios, erklärt Krankenhauspräsident Ingo Morell, warum er die Sparpläne der Bundesregierung für „nicht tragbar“ hält und welche Folgen er für NRW-Kliniken befürchtet.

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José Narciandi
Interview mit Ingo Morell
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„Kliniken geraten unter enormen Druck“

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Die geplanten Einsparungen im Rahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes sorgen in Nordrhein-Westfalen für scharfe Kritik. Krankenhauspräsident Ingo Morell beschreibt die Lage als gefährlich für die wirtschaftliche Stabilität der Häuser. Morell sagte in Düsseldorf:

„Das heißt insgesamt müssen die Krankenhäuser 8,6 Milliarden Euro einsparen und davon allein in NRW 2 Milliarden."

Die Kliniken sähen sich bereits heute mit Defiziten konfrontiert, die durch zusätzliche Kürzungen weiter verschärft würden.

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Sorge vor Personalabbau und Leistungseinschränkungen

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Nach Einschätzung der Krankenhausgesellschaft könnten die Sparvorgaben direkte Folgen für den Klinikbetrieb haben. Im Raum stehen Leistungskürzungen, Abteilungszusammenlegungen und Personalabbau.

Viele Häuser seien bereits jetzt wirtschaftlich stark belastet. Weitere Einschnitte würden den Handlungsspielraum deutlich verringern, warnen die Vertreter der Kliniken.

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Konflikt zwischen Reformzielen und Finanzierung

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Kritisiert wird vor allem ein Widerspruch in der aktuellen Gesundheitspolitik. Einerseits sollen Krankenhäuser effizienter werden und Krisenresilienz aufbauen, andererseits würden ihnen gleichzeitig Mittel entzogen.

Die Klinikvertreter sprechen von einem „nicht zusammenpassenden Gesamtkonzept“. Investitions- und Betriebskosten müssten aus ihrer Sicht besser aufeinander abgestimmt werden.

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Forderung nach finanzieller Absicherung

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Die Krankenhausgesellschaft NRW fordert daher Nachbesserungen am Gesetzentwurf. Insbesondere Tarifsteigerungen und Inflationskosten müssten dauerhaft vollständig gegenfinanziert werden.

Nur so könne die stationäre Versorgung stabil bleiben, heißt es aus der Branche. Andernfalls drohten langfristig strukturelle Schäden in der Krankenhauslandschaft.

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Breiter Widerstand gegen die Pläne

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Die Kritik kommt nicht nur von den Krankenhäusern selbst. In der „NRW-Allianz für die Krankenhäuser“ haben sich Kommunen, Ärzte- und Pflegevertreter, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und Krankenhausverbände zusammengeschlossen. Nach Angaben der Allianz gefährden die geplanten Einsparungen die wirtschaftliche Stabilität vieler Kliniken und damit auch die Gesundheitsversorgung im Land. Die Beteiligten fordern die Bundesregierung deshalb auf, die vorgesehenen Kürzungen zu überarbeiten.

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Quellen: Pressekonferenz am 15.06.2026 / Pressemitteilung der KGNW / Interview mit Ingo Morell

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Autor: José Narciandi

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