
Niedrigwasser am Rhein: IHK fordert Rheinvertiefung
Das Niedrigwasser am Rhein belastet die Wirtschaft und Arbeitsplätze in Düsseldorf und der Region. Die IHK fordert nun Maßnahmen zur Sicherung der Transportwege.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.07.2026 05:15
Das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein hat neben Folgen für Ausflügler auch Auswirkungen auf die Wirtschaft und Arbeitsplätze in Eurer Region. Über die Häfen in Düsseldorf, Neuss, Krefeld und Duisburg werden jährlich mehrere Millionen Tonnen Waren umgeschlagen.
Bedeutung der regionalen Häfen
Die verschiedenen Standorte am Rhein übernehmen jeweils spezifische Aufgaben für die Versorgung der Industrie:
- Düsseldorf: Hier kommen vor allem Containerschiffe mit einem breiten Warenmix an.
- Neuss: Aufgrund der ansässigen Ölmühlen werden hier schwerpunktmäßig Nahrungsmittel transportiert.
- Krefeld und Dormagen: Diese Häfen dienen primär dem Umschlag von Chemieprodukten für die ansässigen Chemparks.
- Allgemein: Den größten Anteil am Transport machen Erze, Steine und Erden sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse, Erdöl und Erdgas aus.
Forderungen der Industrie- und Handelskammer
Laut der IHK stellt das Niedrigwasser die Wirtschaft vor Herausforderungen, da Schiffe nur mit reduzierter Ladung fahren können oder der Transport zeitweise gar nicht möglich ist. Die Kammer fordert daher eine Sicherstellung und Verbesserung des Rheins als Transportweg. Konkret setzt sich die IHK für eine Vertiefung des Rheins ein, um die Ablademöglichkeiten in den Häfen zu verbessern. Ziel ist es, den Güter-Transportweg langfristig zu sichern und die Leistungsfähigkeit der Häfen in Düsseldorf und der benachbarten Städte auch bei geringen Pegelständen zu gewährleisten.