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Ein Wahlzettel wird in eine Wahlurne eingeworfen. Im Hintergrund ist eine Deutschland-Fahne zu erkennen.
© Michael Kappeler/dpa
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Landtagswahlen: Einschätzung aus Düsseldorf

Zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte ist mit der AfD eine als rechtsextremistisch eingestufte Partei bei einer Landtagswahl stärkste Kraft geworden. In Thüringen liegt sie nach vorläufigen Ergebnissen auf Platz eins. Bei der Landtagswahl in Sachsen legt sie ebenfalls zu, landet aber knapp hinter der CDU von Regierungschef Michael Kretschmer. Aus dem Stand zweistellig wird in beiden Ländern das neue Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).

Veröffentlicht: Montag, 02.09.2024 12:46

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Reaktionen und Analysen aus Düsseldorf

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Der Ausgang der beiden Wahlen beschäftigt auch hier in Düsseldorf viele Menschen. Politikwissenschaftler Stefan Marschall, der an der Heinrich-Heine-Universität lehrt, ist seit Jahren unser Politik-Experte. Klar ist aus seiner Sicht: Die demokratischen Parteien müssen jetzt überlegen, wie sie auf die AfD reagieren.

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Stefan Marschall, Politikprofessor an der Heinrich-Heine-UniversitätDemokratische Parteien müssen jetzt reagieren
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Bei den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen konnte die AfD deutliche Gewinne einstreichen. In Thüringen kommt sie bei den 18- bis 24-Jährigen auf 38 Prozent - das ist deutlich über dem Landesdurchschnitt von 33 Prozent. Dazu sagt Marschall:

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Stefan Marschall, Politikprofessor an der Heinrich-Heine-UniversitätEinschätzung zum Erfolg der AfD bei jungen Menschen
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Koalitionsoptionen und politische Zukunft

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In Thüringen hat die bisherige rot-rot-grüne Minderheitskoalition unter Regierungschef Ramelow, die seit 2019 auf eine Zusammenarbeit mit der CDU angewiesen war, keine realistische Möglichkeit weiter zu regieren. Die AfD bleibt bei der neuen Regierung außen vor, denn die übrigen Parteien schließen eine Koalition aus. Die wahrscheinlichste Option für eine Koalition wäre ein nie dagewesenes Bündnis aus CDU, BSW und SPD. In Sachsen verfehlt die schwarz-rot-grüne Regierung knapp die Mehrheit. Möglich wäre auch dort ein Bündnis aus CDU, BSW und SPD.

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