
Honorar-Kürzung für Therapeuten
Die Psychotherapeutenkammer NRW mit Sitz in Düsseldorf äußert scharfe Kritik an den angekündigten Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen. Ab April 2026 müssen niedergelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit einer Kürzung ihrer Honorare um 4,5 % rechnen. Diese Entscheidung sorgt für großen Unmut innerhalb der Branche und wirft Fragen zur künftigen Versorgungssituation auf.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2026 04:36
Kritik von Kammerpräsident Andreas Pichler
Für Kammerpräsident Andreas Pichler ist dieser Schritt absolut nicht nachvollziehbar. Er betont, dass die Kürzungen in einer Zeit kommen, in der der Bedarf an psychotherapeutischer Unterstützung stetig wächst. Die Kammer sieht in der Maßnahme ein völlig falsches Signal an die Fachkräfte, die bereits jetzt unter einer sehr hohen Arbeitsbelastung leiden.
Begründung durch die Krankenkassen
Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) liefert eine eigene Begründung für die geplante Senkung der Vergütung. Laut GKV seien die Honorare von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als bei anderen Facharztgruppen.