
HHU: Streit um Forderungen des Studierendenparlamts
Das Studierendenparlament der Heine-Uni hier in Düsseldorf sorgt gerade für Diskussionen. Es fordert einen akademischen Boykott israelischer Universitäten. Die Hochschulleitung lehnt das aber klar ab. Und auch aus der Politik gibt es Kritik.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.2026 09:38
Zum Hintergrund
Konkret geht es um ein Antrag der Düsseldorfer Ortsgruppe der Kampagne „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“ (BDS). Darin wird die Uni aufgefordert, ihre Zusammenarbeit mit israelischen Hochschulen zu überprüfen und gegebenenfalls zu beenden. Die Kampagne BDS war 2019 vom Bundestag als antisemitisch verurteilt worden und gilt laut Verfassungsschutzbericht 2023 als extremistischer Verdachtsfall.
Kritik aus der Politik
Kritik an der Entscheidung des Studierendenparlaments kommt jetzt unter anderem vom Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek. Er bezeichnet den Beschluss als inakzeptabel und fordert, dass das Studierendenparlament ihn zurücknimmt. Er kritisiert auch, dass bei einer Wahlbeteiligung von unter fünf Prozent kein ausreichendes Mandat für einen so weitreichenden politischen Beschluss bestehe. Die Hochschulleitung betonte in einem Statement, Forschung lebe von Austausch, Kooperation und offener Debatte.