
Gewalt gegen Frauen: Schwere Fälle in Düsseldorf
Die Düsseldorfer Polizei meldet Fälle von Gewalt gegen Frauen am Wochenende. Nach einer Messerattacke in Oberkassel werden noch Zeugen gesucht, in Pempelfort kam es zur Bedrohung mit einer Waffe.
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Die Düsseldorfer Polizei hatte am Wochenende gleich mehrmals mit Gewaltdelikten gegen Frauen zu tun: Am Samstagabend soll ein Mann einen 30-jährigen Düsseldorfer in Oberkassel mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben. Es könnte sich um einen versuchten Stellvertreter-Femizid handeln. Denn bei dem Opfer handelt es sich um den neuen, bei einem der mutmaßlichen Täter um einen Ex-Partner einer jungen Frau, die ebenfalls schwer verletzt wurde.
Messerattacke in Oberkassel
Laut Polizei war der 30-jährige Düsseldorfer mit seiner 19 Jahre alten Freundin in der Innenstadt unterwegs. Hier trafen die beiden auf den Ex-Freund der jungen Frau. Dieser soll mit einigen Bekannten das Auto der beiden verfolgt haben. Auf der Luegallee soll es dann zur Konfrontation gekommen sein. Im Rahmen dessen soll ein Begleiter des Ex-Freundes den neuen Freund niedergestochen haben. Danach soll der mutmaßliche Täter mit drei Begleitern in einem Auto geflüchtet sein. Die 19-jährige Ex-Freundin soll noch versucht haben, den Wagen zu stoppen. Dabei wurde sie von dem Auto erfasst und ebenfalls schwer verletzt. Jetzt sucht die Polizei nach den flüchtigen Angreifern.
Bewaffnete Bedrohungslage in Pempelfort
Und am Sonntagabend hat ein offenbar psychisch auffälliger Mann eine Frau in deren Wohnung in Pempelfort mit einer Waffe bedroht. Der Mann konnte festgenommen werden, verletzt wurde niemand. Der Mann soll laut Polizei jetzt möglicherweise in einer Klinik untergebracht werden. Die Hintergründe dieser Tat sind aktuell noch unklar.
Gewalt gegen Frauen in Deutschland
Statistisch gesehen stirbt in Deutschland fast jeden zweiten Tag eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners - Taten, die als Femizid bezeichnet werden. Bisher ist der Femizid in Deutschland kein eigenständiger Straftatbestand, wird jedoch in der gesellschaftlichen und politischen Debatte zunehmend thematisiert.