
Ganztag in Düsseldorf: 2.000 neue Plätze zum Schulstart
Zum neuen Schuljahr startet der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. In Düsseldorf stehen dafür 2.000 zusätzliche Plätze bereit. Erfahrt hier alles zu Modellen und Kosten.
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Mit dem Beginn des neuen Schuljahres setzt Düsseldorf den ersten Schritt zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen um. Nach Angaben der Stadtverwaltung stehen zum Schuljahresbeginn insgesamt rund 20.700 Plätze zur Verfügung - das sind fast 2.000 mehr als im Vorjahr.
Versorgung für alle Jahrgänge geplant
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche weist darauf hin, dass die Planung der Stadt über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Das Ziel sei es, nicht nur den ersten Jahrgang mit offiziellem Rechtsanspruch zu versorgen, sondern allen Grundschulkindern in der Stadt ein entsprechendes Angebot zu machen.
Wir gucken nicht nur auf den ersten Jahrgang, der jetzt einen Rechtsanspruch hat, sondern wir wollen alle Schülerinnen und Schüler im Grundschulbereich gut versorgen und da stehen 20.700 Plätze zum Schuljahresbeginn zur Verfügung. Das sind fast 2.000 mehr als im Vorjahr.
Flexible Modelle für Eure Betreuungssicherheit
In Düsseldorf haben Eltern die Wahl zwischen verschiedenen Ganztagsmodellen mit Betreuungszeiten bis 14, 15 oder 16 Uhr. Aktuell nutzen bereits rund 90 Prozent der Familien eines dieser Angebote. Die Stadt verfolgt dabei den Grundsatz, dass jedes Kind mit einem Grundschulplatz auch den Zugang zu einem Ganztagsangebot erhalten soll, um die Betreuungssicherheit im Familienalltag zu erhöhen.
Kritik an der Finanzierung durch das Land
Der weitere Ausbau der Ganztagsplätze stellt Düsseldorf vor finanzielle Herausforderungen. Stadtdirektor Hintzsche betont, dass die Stadt weiterhin massiv investiert, sieht jedoch eine mangelnde Beteiligung vonseiten des Landes Nordrhein-Westfalen. Aus Sicht der Stadtverwaltung werden die Kosten für die Umsetzung des Rechtsanspruchs bisher nicht ausreichend durch Landesmittel gedeckt.
Wir haben ja immer gesagt dass wir uns beim Rechtsanspruch wünschen dass das Land es auch gesetzlich regelt und sich stärker finanziell beteiligt. Soweit sind wir noch nicht aber wir haben gesagt wir wollen diesen Streit zwischen Land und Kommunen nicht auf dem Rücken der Eltern austragen Insofern haben wir an der Stelle auch weiter investiert.
Neubauten und Schulbauoffensive
Um den Bedarf langfristig zu sichern, sind umfangreiche bauliche Maßnahmen an mehreren Standorten in Euren Stadtteilen notwendig. Im Rahmen der laufenden Schulbauoffensive ist an folgenden Schulen ein Abriss sowie ein kompletter Neubau geplant:
- Grundschule Krahnenburgstraße (Unterrath)
- Grundschule Gumbertstraße (Eller)
- Grundschule am Rheindorfer Weg (Wersten)