
Fortuna Düsseldorf: Neuaufbau nach Abstieg in die 3. Liga
Wie geht es nach dem Abstieg für Fortuna Düsseldorf weiter? Erfahrt hier alles zum Kader-Umbau, den finanziellen Folgen und den neuen Ticket-Preisen für die 3. Liga.
Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.2026 03:18
Nach dem Abstieg der Fortuna in die 3. Liga rückt die Planung für die kommende Spielzeit in den Fokus. Trainer Alexander Ende und Sportvorstand Sven Mislintat haben mit dem Aufbau einer weitgehend neuen Mannschaft begonnen. Ziel ist es laut Alexander Ende, ein Team zusammenzustellen, das die Fans wieder erreicht.
Das ist das Ziel, definitiv auch in der neuen Saison hier einen Fußball auf den Platz zu bringen, wo die Menschen sich mit identifizieren und eine Mannschaft, die das ausstrahlt, die das lebt, die das verkörpert, das ist das Ziel unserer Kaderplanung, da die richtigen Jungs zu finden, die das hinbekommen im Zusammenspiel mit uns.
Finanzielle Auswirkungen des Abstiegs
Der Gang in die Drittklassigkeit hat unmittelbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation des Vereins. Da viele Spielerverträge keine Gültigkeit für die 3. Liga besitzen, steht ein personeller Umbruch bevor. Nach Informationen der Rheinischen Post reagiert auch die Stadttochter D.Live auf die neue Situation: Die Stadionmiete für die Arena wurde für den Spielbetrieb in der 3. Liga auf 1,5 Millionen Euro halbiert. Dies ist auch Bestandteil des laufenden Lizenzierungsverfahrens.
Sponsoring und Tourismus in Düsseldorf
Auch bei den Sponsoreneinnahmen werden Rückgänge erwartet. Laut Medienberichten verringert sich die Zahlung des Namensgebers der Arena, Gauselmann, vertragsgemäß von 3,75 Millionen auf 2,75 Millionen Euro pro Jahr. Zudem könnten die touristischen Effekte für Düsseldorf sinken, da in der 3. Liga häufiger kleinere Standorte und Zweitvertretungen von Proficlubs als Gegner in der Arena auflaufen.
Änderungen bei Tickets und „Fortuna für alle“
Fans der Fortuna sollten in der kommenden Saison eher nicht mit günstigeren Tickets rechnen. Ein Blick auf frühere Absteiger wie den SSV Ulm oder Jahn Regensburg zeigt, dass die Preise nach dem Gang in die 3. Liga meist stabil geblieben sind. In Rostock wurden die Dauerkarten nach dem Abstieg sogar teurer. Ein Grund für die Preisgestaltung ist die Ligastruktur. In der 3. Liga treten insgesamt 20 Mannschaften an, wodurch mehr Spiele stattfinden als in der 2. Bundesliga.In Düsseldorf kommt laut RP ein weiterer Faktor hinzu: Die Gratisspiele unter dem Titel „Fortuna für alle“ fallen nach dem Abstieg weg. Diese können in der neuen Kalkulation für die 3. Liga nicht mehr aufgefangen werden.