
Fahrlehrerverband kritisiert Sparpläne beim Führerschein
Der Fahrlehrerverband Nordrhein kritisiert die geplanten Änderungen der Bundesregierung beim Führerschein. Der soll günstiger werden - unter anderem durch weniger Pflicht-Fahrstunden, mehr Fahrten an Simulatoren und digitalen Theorieunterricht.
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.01.2026 05:59
Führerschein in Düsseldorf: Streit um günstigere Pläne
Wer bei uns in Düsseldorf einen Führerschein machen möchte, soll dafür weniger zahlen müssen. Das sind zumindest die Pläne der Bundesregierung. Der Fahrlehrerverband hält die Pläne für unrealistisch. Kurt Bartels vom Fahrlehrerverband Nordrhein kritisiert das:
Mehr Fahrstunden durch höhere Anforderungen
Fahrschülerinnen und -schüler bräuchten heutzutage mehr Fahrstunden, so Bartels weiter. Der Grund: Die höheren Anforderungen – etwa durch den stärkeren Verkehr oder Fahrassistenzsysteme. Das mache den Führerschein so teuer. Weniger Pflicht-Fahrstunden oder die Theorie nur noch online anzubieten, sei daher nicht sinnvoll, so der Verband. Stattdessen schlägt er andere Lösungen zur Kostensenkung vor – etwa den Wegfall der Mehrwertsteuer oder zinsfreie Darlehen.
Kosten und Alternativen zur Preissenkung
Unter Umständen kann ein Autoführerschein hier in Deutschland bis zu 4.500€ kosten. Schafft ein Prüfling schon nach 15 Übungsstunden die praktische Prüfung, sind es laut ADAC rund 2500 Euro. Der Fahrlehrerverband betont, dass Deutschland europaweit hohe Standards bei der Verkehrssicherheit habe, die nicht gesenkt werden dürften.