
Fachkräftemangel: IHK setzt auf Frauen in Düsseldorf
Der Fachkräftemangel trifft auch Düsseldorfer Unternehmen. Beim Forum women2BUSINESS diskutierte die IHK, wie Frauen stärker für den Arbeitsmarkt gewonnen werden können.
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Der Fachkräftemangel setzt Düsseldorfer Unternehmen weiter unter Druck. Nach Einschätzung der IHK kann die Wirtschaft dabei auf Frauen als Fach- und Führungskräfte nicht verzichten.
women2BUSINESS: Diese Maßnahmen wurden diskutiert
Beim Frauen-Wirtschaftsforum women2BUSINESS stand die Frage im Mittelpunkt, wie Frauen stärker für den Arbeitsmarkt gewonnen und langfristig im Beruf gehalten werden können. Genannt wurden vor allem:
- flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte
- verlässliche Kinderbetreuung
- Weiterbildungsangebote
- eine Unternehmenskultur, die unterschiedliche Lebensphasen mitdenkt
88 Prozent der Unternehmen halten Familienfreundlichkeit für wichtig
Das zeigt auch der aktuelle Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit: Rund 88 Prozent der befragten Unternehmen halten Familienfreundlichkeit für wichtig. Mehr als drei Viertel der Personalverantwortlichen gehen davon aus, dass das für die Fachkräftesicherung künftig noch wichtiger wird.
Frauen in NRW: Nur 28,9 Prozent der Führungskräfte
Dass Handlungsbedarf besteht, zeigen auch aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW. Laut Erstergebnissen des Mikrozensus waren im Jahr 2025 in NRW nur 28,9 Prozent der rund 376.000 Führungskräfte Frauen - obwohl ihr Anteil an allen Erwerbstätigen bei 47,1 Prozent lag. Im Zehnjahrevergleich ist der Wert leicht gestiegen: 2015 lag der Frauenanteil unter Führungskräften noch bei 26,0 Prozent. Als Führungskräfte gelten dabei Personen mit strategischer Leitungs-, Budget- und Personalverantwortung - etwa Vorstände, Geschäftsführungen oder Abteilungsleitungen.
Teilzeit-Führungskräfte: Frauen in der Mehrheit
Teilzeitarbeit ist in Führungspositionen eher die Ausnahme: Nur 10,5 Prozent der Führungskräfte in NRW arbeiteten 2025 in Teilzeit. Unter diesen Teilzeitführungskräften stellten Frauen jedoch mit 64,9 Prozent die Mehrheit. Bei Vollzeitführungskräften lag der Frauenanteil hingegen nur bei 24,7 Prozent.
Jüngere Altersgruppen mit höherem Frauenanteil
Der Frauenanteil in Führungspositionen variiert je nach Altersgruppe deutlich. Bei Führungskräften bis 44 Jahre war 2025 gut jede dritte Führungskraft eine Frau - mit Werten zwischen knapp 34 und gut 35 Prozent. In der Gruppe ab 55 Jahren lag der Anteil mit 23,5 Prozent am niedrigsten.
NRW unter Bundes- und EU-Durchschnitt
NRW liegt beim Frauenanteil in Führungspositionen sowohl unter dem Bundesschnitt (30,3 Prozent) als auch unter dem EU-Durchschnitt (35,9 Prozent). Den Spitzenplatz in Europa belegt Schweden mit 44,4 Prozent.