
Evangelische Kirche kritisiert Abschiebeflüge in Düsseldorf
Der Düsseldorfer Flughafen gehört zu den meistgenutzten Abschiebeflughäfen Deutschlands - und genau hier sieht die evangelische Kirche im Rheinland erheblichen Handlungsbedarf.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2026 13:32
Forderungen der evangelischen Kirche
Im aktuellen Jahresbericht zur Abschiebungsbeobachtung der Diakonie wird kritisiert: Der Schutz von Kindern, Familien und schwer kranken Personen werde bei Abschiebungen nicht durchgängig gewährleistet. Es gebe strukturelle Probleme - etwa in der Organisation. Deshalb fordert die evangelische Kirche: Die humanitären Schutzpflichten müssen verbindlich verankert und nicht dem Druck geopfert werden, mehr Abschiebungen durchzuführen.
Zahlen und Hintergründe
Mehr als 3.200 Menschen wurden im letzten Jahr über NRW-Flughäfen abgeschoben - rund 200 mehr als 2024. Zeitgleich ist die Zahl der Asylsuchenden, die nach Deutschland kommen, deutlich zurückgegangen. Hintergrund ist unter anderem das Ende des Bürgerkriegs in Syrien.