
Europaweiter Handybetrug: Mutmaßlicher Hauptbeschuldigter in Düsseldorf festgenommen
Bei Ermittlungen zu mutmaßlichem Handybetrug in Europa soll ein Hauptbeschuldigter in Düsseldorf festgenommen worden sein. In Krefeld fanden Ermittler Tausende Handys.
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Das Betrugsdezernat der Düsseldorfer Polizei ermittelt in einem europaweiten Skandal im Bezug auf Handyverkäufe. Dabei soll eine internationale Betrügerbande mindestens 300 Millionen Euro erbeutet haben. Am Morgen gab es in 20 Ländern rund 160 Durchsuchungsbeschlüsse. Der mutmaßliche Hauptbeschuldigte soll in Düsseldorf festgenommen worden sein.
Alte Handys mutmaßlich als neu verkauft
Die Betrüger sollen alte Handyteile gereinigt, zusammengesetzt - und die Handys über Onlinemarktplätze als neu verkauft haben. Auch Menschen aus dem Großraum Düsseldorf sind betroffen, sagt das Zollfahndungsamt Essen auf Antenne Düsseldorf-Nachfrage. Die Europäische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Betrüger mindestens eine Million Handys verkauft haben.
Durchsuchungen in Europa und in Krefeld
Ermittler haben in Krefeld eine Lagerhalle durchsucht und rund 10.000 bis 15.000 Handys gefunden. Es wurden sowohl digitale als auch analoge Beweismittel beschlagnahmt und sichergestellt.
Die Behörden ermitteln neben dem Verdacht des Steuerhinterzugs auch wegen Einfuhrschmuggels, Verstoßes gegen das Markenrecht und der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Bereits am Wochenende gab es erste Festnahmen in Österreich, Spanien und Deutschland.