
Düsseldorf muss sparen, will aber weiter investieren
Die Stadt Düsseldorf verhängt einen Einstellungsstopp und spart bei Gehaltserhöhungen. Trotzdem bleiben Investitionen in Schulen, KiTas und die U81 hoch.
Veröffentlicht: Freitag, 12.12.2025 04:46
Haushalt 2026 vorgestellt: Einstellungsstopp und Gehaltssparmaßnahmen
Die Stadt Düsseldorf muss sparen und hat deshalb einen Einstellungsstopp in der Verwaltung beschlossen. Mitarbeitende bekommen künftig nicht mehr so schnell Gehaltserhöhungen. Bisher zahlte die Stadt freiwillig mehr, auch wenn tariflich noch keine höhere Gehaltsstufe vorgesehen war. Diese neue Personalpolitik spiegelt sich bereits im Haushalt für 2026 wider.
Investitionen bleiben trotz Sparzwang hoch
Oberbürgermeister Keller und Kämmerin Schneider mussten beim neuen Haushalt genau prüfen, wofür die Stadt Geld ausgeben will. Trotz Sparmaßnahmen bleiben die Investitionen in neue Schulen und KiTas hoch. Dazu Kämmerin Schneider:
Die Stadt muss also sparen, will gleichzeitig aber weiter investieren, sagt auch Oberbürgermeister Keller:
Beim Verkehr bleibt das größte Projekt die U81. Im kommenden Jahr soll die neue Stadtbahnlinie zwischen der Altstadt und dem Flughafen eröffnet werden. Im Haushalt für 2026 schlägt die U81 mit rund 35 Millionen Euro zu Buche - und macht damit mehr als die Hälfte der Investitionen in Verkehrsprojekte (57 Mio.) aus.
Haushalt 2026: Rücklagen schrumpfen
Insgesamt sieht der Haushalt für das kommende Jahr Ausgaben von 4,4 Milliarden Euro vor. Um das zu finanzieren, werden rund 350 Millionen Euro aus der städtischen Rücklage genommen. Nach einem weiteren Jahr dieser Art wäre die Rücklage aufgebraucht. Im März soll der Haushalt final abgestimmt werden. Die Politik kann bis dahin noch Änderungen vornehmen.