
DLRG-Bilanz: 261 Badetote bundesweit - sechs Opfer bei uns
Die DLRG hat in Düsseldorf ihre aktuelle Bilanz vorgelegt. Bundesweit starben so viele Menschen wie lange nicht mehr - allein in Düsseldorf gab es in diesem Jahr bereits sechs Tote im Rhein.
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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat am heutigen Tag (6. August 2026) in Düsseldorf ihre bundesweite Bilanz zu den Badeunfällen des laufenden Jahres vorgestellt. Die Zahlen belegen einen deutlichen Anstieg der tödlichen Vorfälle in deutschen Gewässern.
Höchster Stand seit 2019
Nach Angaben der DLRG sind bundesweit in diesem Jahr bisher 261 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Damit liegt die Zahl so hoch wie zu diesem Zeitpunkt seit dem Jahr 2019 nicht mehr. Als Hauptursachen für diese Entwicklung identifizieren die Experten vor allem die Selbstüberschätzung der Betroffenen sowie die oft unterschätzten Gefahren in offenen Gewässern.
Die Situation in Düsseldorf
Die Statistik zeigt auch für Düsseldorf eine ernste Lage. Seit Beginn des Jahres 2026 sind in Düsseldorf bereits sechs Menschen nach Badeunfällen im Rhein verstorben. Aufgrund dieser Gefahren besteht seit dem 14. August vergangenen Jahres ein striktes Badeverbot entlang des gesamten Düsseldorfer Rheinufers. Stefan Albrecht, Präsident des DLRG-Landesverbandes Nordrhein, vergleicht den Aufenthalt am Fluss mit einer lebensgefährlichen Situation im Straßenverkehr.
Das ist im Grunde wie am Rande der Autobahn seine Freizeit verbringen. Das Bild nehmen wir ganz gerne, weil es schön plakativ ist. Auf die Idee käme keiner, seinen Campingstuhl auf dem Standstreifen aufzumachen oder da gar Kinder spielen zu lassen. Am Rhein passiert genau das, weil es einfach so einladend wirkt.
Kontrollen und Einsätze am Rheinufer
Die Stadt setzt das geltende Verbot durch verschiedene Maßnahmen in Euren Stadtteilen um:
- Verfahren: Im Jahr 2026 wurden bereits 110 offizielle Verfahren gegen Personen eingeleitet, die trotz des Verbots im Rhein gebadet haben.
- Aufklärung: Nach Angaben der dpa führten städtische Mitarbeiter bereits mehr als 3.400 Aufklärungsgespräche an den Rheinufern.
- Rettungseinsätze: Die Düsseldorfer Feuerwehr musste bis einschließlich Juli dieses Jahres 52 Mal unter dem Stichwort „Personen im Rhein“ zu Rettungseinsätzen ausrücken.
Laut DLRG-Präsident Albrecht darf die Arbeit mit dem Verbot allein aber nicht enden.
Aufklären, aufklären, aufklären an allen Ecken und Möglichkeiten, wo das ist. Und natürlich auch die öffentlichen Stellen, die Kommunen dürfen sich natürlich nicht darauf zurückziehen. Wir haben ja verboten, jetzt ist die Welt gut, sondern auch aktiv immer wieder dafür zu werben, bleibt vom Rhein weg.