
CSD in Düsseldorf: Bunt und laut bis Sonntag
Der CSD in Düsseldorf läuft bis Sonntag (07.06.26). Die Queere Community feiert, wirbt für Toleranz und zieht am Samstag (06.06) mit einer großen Demo durch die Innenstadt.
Veröffentlicht: Samstag, 06.06.2026 06:48
"Wir bleiben bunt und laut" - unter diesem Motto steht der Christopher Street Day (CSD) in Düsseldorf. Noch bis Sonntag feiert die Queere Community und wirbt für Toleranz und Gleichberechtigung.
Große CSD-Demo am Samstag
Auf dem Johannes-Rau-Platz gibt es ein Straßenfest mit Bühnenprogramm und Infoständen. Am Freitagabend (05.06.) gibt es um 18 Uhr einen Gottesdienst in der Josephskapelle am Stiftsplatz. Und Samstagmittag (13:30 Uhr) zieht die große bunte Demo mit elf Trucks und vielen Fußtruppen durch die Innenstadt. Daran nehmen viele Düsseldorfer Organisationen teil, etwa Schulen, politische Parteien, Sport- und Karnevalsvereine.
Viele Unternehmen mit dabei
Bei der CSD-Parade sind auch viele Unternehmen dabei, wie Henkel, L'Oreal, Trivago oder die Stadtwerke - Vodafone hat einen eigenen Wagen gestaltet. Rund 400 Mitarbeitende zeigen bei den CSDs in Düsseldorf (06.06.), Köln (05.07.) und Berlin (25.07.) Flagge für Vielfalt. Unter dem Motto "Go for love" will sich das Mobilfunkunternehmen für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen. Auch der DGB Düsseldorf ruft zu Solidarität mit queeren Menschen und zu einem entschlossenen Eintreten gegen Diskriminierung, Hass und Ausgrenzung auf.
Es geht auch um sexuelle Gesundheit
Marco Grober von der Düsseldorfer Aidshilfe sagt, für sie ist es neben dem Feiern auch ein Tag, an dem sie viele Menschen erreichen kann:
"HIV und Aids ist nach wie vor ein Thema, was auch und im Wesentlichen die queere Community betrifft – allen voran schwule, bisexuelle und queere Männer. Aber nichtsdestotrotz, im Rahmen von sexueller Bildungsarbeit, wollen wir gucken, dass wir so viele Menschen wie möglich mit dem Thema sexuelle Gesundheit erreichen."
Diversitymanagerin: "Wind wird rauer"
Der CSD sei ein wichtiges Zeichen, sagt die Diversitymanagerin der Stadt Düsseldorf, Marina Friemelt:
"Denn diese Community hat zum einen natürlich schon sehr viele Rechte erreicht und erstritten, aber wir merken eben auch: Der Wind wird rauer. Es gibt eine große Angst vor Gewalt, vor Terroranschlägen. Die Kriminalstatistiken belegen, dass es einen Anstieg an Gewalttaten gegen LGBTQ+ gibt."
Die Demonstration am Samstag wird von Oberbürgermeister Stephan Keller eröffnet; er hat auch die Schirmherrschaft für den CSD Düsseldorf übernommen.